Dartmouth zu Fuß

 

1   The Butterwalk 

Die Stadt weist eine große Anzahl historischer Gebäude auf. Das auffälligste ist das 1640 fertiggestellte sogenannte Butterwalk mit einem überkragenden Obergeschoss, dessen Fachwerk sich zusammen mit benachbarten Häusern auf eine Reihe markanter Granitsäulen stützt.

 

2   Museum

Charles II. hielt in Dartmouth Hof, als er 1671 Schutz vor einem Sturm suchen musste. Der Raum, in dem er sich aufhielt, ist jetzt Teil des Dartmouth Museums. Das Museum ist bekannt für seine Sammlung von Schiffsmodellen.

 

3   St Saviour’s Church

Sie ist leicht zu übersehen, liegt sie doch etwas abseits und kann nicht mit einem überragend hohen Turm aufwarten. Doch es lohnt sich, sie zu besuchen, hineinzugehen und sich umzuschauen in dieser kleinen und einfachen Kirche mit einer langen Geschichte, die zurückgeht bis ins 13. Jhdt. Das gotische Maßwerk in den Fenstern und das Nordportal mit der Tür im gotischen Stil erzählen davon.
Nach den Rechnungsunterlagen stammt der sehr hochwertig aus Eiche geschnitzte Lettner aus dem Jahr 1496. Und es gibt mehr zu entdecken.

 

4   The Cherub

Den Anspruch, das älteste Gebäude in Dartmouth zu sein, erhebt ein Haus in der Higher Street aus der Zeit um 1380, das ehemals Kaufleuten gehörte. Jetzt beherbergt es das Gasthaus The Cherub.

Das Agincourt House nahe bei der unteren Fähre (27 Lower Street) hat seinen Ursprung ebenfalls im 14. Jahrhundert.

 

5   Bayard’s Cove Fort

Die Kaufleute von Dartmouth haben diese kleine Artilleriefestung 1510 als Schutz gegen Eindringlinge von See erbaut.

Öffnungszeiten: tgl  9 – 17 Uhr
Eintritt: frei

 

6   Dartmouth Castle

Seit dem ausgehenden 14. Jhdt gab es an dieser Stelle Festungsanlagen. Der heutige Bau (siehe Bild oben) entstand  von 1481 bis 1495 und wurde im 16. und 17. Jhdt erweitert. Mit einer Kette, die von hier bis zum Kingswear Castle auf der anderen Seite gespannt wurde, konnte der River Dart blockiert werden, während die Kanonen der Festung die feindliche Flotte unter Beschuss nahmen.
Neben der Burg steht die Kirche St Petroc’s.

Öffnungszeiten:  tgl 10 – 18 Uhr
(Okt 10-17 / Nov – März Sa+So 10-16
Eintritt:  7,50 €

 

  •  Britannia Royal Naval College

An einem Hügel liegt oberhalb der Stadt das imposante Bauwerk des 1905 errichteten Britannia Royal Naval College. Hier erhalten angehende Offiziere der Royal Navy ihre Grundausbildung.

Biarritz zu Fuß

Blick vom Plage du Miramar zum Leuchtturm

 

Die schöne Küste mit ihren kleinen Buchten und Stränden und natürlich der Große Strand mitten in der Stadt – das ist Biarritz. Im Nordosten strahlt der weiße Leuchtturm – vom Casino bis dahin sind es 1,5 km am Strand entlang.

Bekannt wurde das unbedeutende Fischerdorf  als 1854 Kaiserin Eugénie, die Ehefrau von Napoléon III., für zwei Monate nach Biarritz kam und der Kaiser ihr hier eine Residenz bauen ließ. Von da an wurde das Dorf zur Sommerfrische für Reiche und für den Adel. Alle kamen und bis in die 60er Jahre hielt der Ruf als mondänes Seebad an.
Dann entdeckten die Surfer die Wellen für sich und veränderten das Strandleben und das Flair der Stadt.

 

1   Casino Barrière

Man kann das Casino am Strand ruhig als ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten ansehen. Viele der heutigen Gäste der Stadt nutzen das Angebot nicht. Doch der Bau macht immer noch genau das, was er soll: Das „Flaggschiff der Roaring Twenties zwischen Ozean und Innenstadt“, wie die Marketingabteilung ihr Haus selbst betitelt, lockt an zu träumen – von vergangenen Tagen, vom großen Geld oder einem romantischen Abend am Meer. Dazu ist die prächtige Art-Deco-Fassade mit Blick auf den Ozean gut geeignet.

 

2   Palais Eugénie 

Unter dem Motto „Wo Luxus Geschichte trifft“ bietet das ehemalige Palais der Kaiserin Eugénie auch heute noch seine Zimmer an (ab 370 € für eine Nacht).
Die Kaiserin, die schon als 9-jährige mit ihrer Mutter an der baskischen Küste zu Gast gewesen war, stand vor etwa 160 Jahren hier auf einem sandigen Hügel und entschied, dass an dieser Stelle ein Palais für sie gebaut werden sollte. Victor Hugo, der mit seiner Geliebten Juliette Drouet 1830 Biarritz als bezaubernden Ort für seine Romance entdeckt hatte und betete: „Möge Biarritz niemals in Mode kommen!“, hatte damit verloren.
Das Gebäude wurde in der Rekordzeit von 6 Monaten im vorherrschenden Stil der Zeit  erbaut und prunkvoll ausgestattet. Seit der Zeit und ab 1883 als Hotel hat es viele Romanzen gesehen und den Klatsch über die Upperclass gefüttert So zB Otto von Bismarck mit der Prinzessin Orloff, der die Affäre mit der fast 30 Jahre Jüngeren seiner toleranten Frau gestanden hatte. Er schrieb aus Arcachon an seine Frau: Die ersten Bäder in dem warmen, salzigen Wellenschaum bekamen mir so vortrefflich, dass ich hierblieb. Nach jedem Bad fühle ich ein Jahr weniger auf dem alternden Haupt. Und wenn ich es auf 30 bringen sollte, so siehst du mich als Göttinger Studenten wieder. Ein anderer war König Alphonse XII. von Spanien mit Prinzessin Ena von Battenberg, die er ein Jahr später heiratete.
Als die Ära des Adels zu Ende ging, kam der Geldadel, dem sich die Stars des Films, der Kunst und der Literatur anschlossen. Die Tradition hält weiter an.

 

3   Phare Saint-Martin

Schon Victor Hugo mit seiner Geliebten und Eugénie mit ihrem Mann Napoléon III. sind den Weg zum zwischen 1830 und 1834 gebauten Turm gegangen und viele folgten seitdem. Bismarck wäre hier mit seiner Katharina Orlowa fast ertrunken, hätte nicht dder Leuchtturmwärter die beiden gerettet.
Wenn man die 243 Stufen nach oben steigt, wird man mit einem überwältigenden Rundblick aus 80 m Höhe über dem Meeresspiegel belohnt.

Öffnungszeiten:
Juli/Aug. tgl. 10-12.30 und 14.30-19 Uhr, sonst nach Anmeldung | Tel. 0559223710

 

4   Chapelle Impériale  –  Av Reine Victoria / Rue Pellot

Die Kaiserliche Kapelle wurde 1864 in romanisch-byzantinischem Stil mit maurischen Elementen für Kaiserin Eugénie errichtet.

Juli/Aug. Di, Do, Sa 15-19, Sept. Di, Do und Sa, Okt. Do und Sa 15-18 Uhr

 

5   Rocher de la Vierge

Die Statue der Jungfrau Maria bewacht den Felsen seit 1865.

 

6   Planète Musée du Chocolat – Av Beaurivage

Zu Fuß sind es etwa 1, 5 km bis zur leckeren Geschichte und Kunst der Schokoladenherstellung. Man kann auch den Bus nehmen ab Bellevue Parking bis Square Lassalle (zB Linien 10, 13 oder NSCH – Biarritz Saint-Charles).

Öffnungszeiten:
Juli/Aug. tgl. 10 – 18.30, sonst Mo – Sa 10 – 12.30 und 14.30 – 18.30 Uhr

 

Bordeaux zu Fuß

Panorama des Börsenplatzes Place de la Bourse mit Wasserspiel (miroir d‘eau)

 

 

1   Place de la Bourse

Der Platz gilt in der Welt als das Wahrzeichen der Stadt. Im 18. Jhdt wurde er nach 20 Jahren Bauzeit fertiggestellt und hob sich aus der mittelalterlichen Stadt heraus, indem er die Festungsbauten überwand (sie wurden abgebaut) und die Stadt zum Wasser hin öffnete.
2006 wurde auf dem Platz das größte Wasserspiel der Welt installiert und erfreut seitdem besonders im Sommer kleine und große Leute mit einem zwei Zentimeter hohen Wasserspiegel auf dem riesigen Platz aus Granitpflaster (siehe Bild oben).

 

2   Place du Parlement

Der Platz wurde 1760 im italienischen Stil gebaut. Die Gebäude aus dem 18. Jhdt  mit ihren üppigen Fassaden erinnern an die glorreiche Vergangenheit der Stadt und an den Anspruch, den sie auch heute erhebt.

 

3   Porte Cailhau

Das frühere Stadttor wurde ab 1495 zu Ehren von Karl VIII. errichtet und sieht heute noch so aus wie vor über 500 Jahren.
Von hier aus hat man einen guten Blick auf die Dächer der Stadt und die schöne Brücke.

Täglich geöffnet von 10 bis 13 + 14 bis 18 Uhr

 

4   Pont de pierre

Die Planung und Errichtung der ältesten „Steinerne Brücke“ über die Garonne in Bordeaux erfolgte ab 1810, also noch unter der Herrschaft Napoleons. Nach dem Sturz Napoleons übernahm eine Gruppe wohlhabender Bürger die Initiative und Verantwortung für den Weiterbau gegen die vertragliche Zusicherung eines 99 Jahre währenden Rechts zur Erhebung einer Maut (Wegezoll).

 

5   Basilique Saint-Michel

Im Bild nur ein kleiner Teil der großen Basilika.

Die gotische Kirche aus dem 12. bis 15. Jhdt wurde über einem romanischen Vorgängerbau errichtet, von dem noch das westliche Langhaus erhalten ist.
Ein besonderes Merkmal der Basilika ist der mit 114 m höchste Glockenturm Südfrankreichs aus dem 15. Jahrhundert, der ebenso wie der Turm der Kathedrale Saint André einige Meter neben der Kirche steht und den gleichen Namen „Tour Pey-Berland“ trägt.
Im Inneren lohnt sich ein genauerer Blick auf die Gewölbe, die Kanzel, den Altar und die insgesamt 17 kunstvollen Seitenaltäre. Die farbigen Fenster wurden im 20. Jhdt nach Kriegseinwirkungen erneuert.

Öffnungszeiten:
April – Okt tägl von 10 – 12 + von 13 – 18 Uhr

 

6   Marché des Capucins

Die Markthallen aus dem 19. Jhdt sind genau so, wie man sich die traditionsreichen Marchés in Frankreich vorstellt! Riesige Stände voller Köstlichkeiten, Fisch und Meeresfrüchte in allen Varianten und überall Leute, die diskutieren, gestikulieren, den Braten einkaufen, Austern testen, Wein bestellen, einfach herrlich.

täglich von 6 – 13 Uhr (Sa + So bis 14.30) geöffnet

 

7   Kathedrale Saint-André

spektakuläre Stützstreben

Der gotische Bau wurde vom 12.  bis 15. Jhdt über einem romanischen Vorgängerbau errichtet, von dem das westliche Langhaus noch erhalten ist.
Auch Teile der Außenmauern stammen noch von der romanischen Kirche, während das Gewölbe insgesamt spätgotisch ist. In diese Bauphase hinein gehören auch die spektakulären Strebepfeiler, die den hohen Chorraum abstützen. Ihre Wirkung und Notwendigkeit meint man geradezu spüren zu können, wenn man  vom Tour Pey-Berland, der einige Meter vom Kirchbau entfernt in die Höhe ragt, auf sie herunterschaut.

 

8   Palais Rohan – Rathaus

Der ehemalige Sitz des Erzbischofs wurde 1772-84 erbaut und beherrbergt seit 1835 das Rathaus. Die Inneneinrichtung ist zum größten Teil erhalten und kann bei Führungen besichtigt werden. Durch einen Laubengang von der Straße getrennt öffnet sich der Innenhof zum Palais hin mit seiner prächtigen Fassade. Sehenswert im Palais sind die Ehrentreppe, die mit Holzgesimsen verzierten Salons sowie der Speisesaal.

Führung in Französisch:  5 €
Mi um 14.30 Uhr und Fr um 10 Uhr

 

Cimetière de la Chartreuse

Am Eingang des Friedhofes steht das Portal des ehemaligen Kartäuserklosters, auf dessen Grund der Friedhof Ende des 18. Jahrhunderts angelegt wurde. Zu sehen ist eine große Zahl an Grabmonumenten aus dem 19. Jhdt, darunter mehrere große Mausoleen und Grabpyramiden.
Unter anderen sind hier bestattet:

  • der Maler Francisco de Goya (1746–1828)
  • Charles-François Delacroix (1741–1805), Revolutionsminister und Vater des berühmten Malers Eugène Delacroix
  • das Herz von General Jean-Victor Moreau (1763–1813), des Gegners und Rivalen Napoleon Bonapartes.
  • die Schriftstellerin Flora Tristan (1803–1844), Frauenrechtlerin, Sozialistin und Großmutter von Paul Gauguin

 

Palais Gallien – Amphietheater

Vom Amphietheater stehen noch Reste der Mauern eines Viertels des ursprünglichen Runds, das man sich ähnlich wie das Kolosseum vorstellen kann. In der römischen Zeit fanden hier in Burdigala, wie das antike Bordeaux hieß, Gladiatorenkämpfe statt.

 

La Rochelle zu Fuß

Dass La Rochelle sich heute über eine komplett erhaltene Altstadt freuen kann, verdankt sie einer in militärischen Auseinandersetzungen seltenen Verunfthandlung. Der deutsche Festungskommandant Admiral Schirlitz (Pastorensohn) und der französische Unterhändler Meyer fanden im Oktober 1944 eine Lösung, die Zerstörung und Tod verhinderte und als „Konvention von La Rochelle“ bekannt wurde. Vor dem französischen Kriegsgericht wurde Schirlitz  durch Entlastungsmaterial, das sein ehemaliger Verhandlungspartner Meyer beibrachte, vor einer Verurteilung bewahrt.
Heute findet man aufgrund der Verhandlungen der Beiden neben mittelalterlichen Bauten auch solche der Renaissance, der Gotik, des Barock bis hin zum Jugendstil.

 

Hafen- und Stadtbefestigung  

Zwei Türme an der Zufahrt zum alten Hafen bilden das Wahrzeichen der Stadt. Sie sind Reste der alten Befestigungen der Hugenottenhochburg La Rochelle, die in der ersten Hälfte des 17. Jhdts im Auftrag des Königs von Kardinal Richelieu im Kampf gegen die französischen Protestanten zum größten Teil zerstört wurden.

1   Tour de la Chaîne

Der runde Kettenturm (von See auf der linken Seite) wurde im 14. Jhdt erbaut und hatte die Aufgabe, den Hafen mit einer großen Kette zu blockieren, die von hier aus gespannt werden konnte, während sie auf der anderen Seite fest war.
Der Turm hatte ein in den Hafen hineinragendes Bauelement, das im 17. Jhdt zur Erweiterung der Einfahrt abgebaut wurde. An ihn schließt sich ein Rest der Befestigungsmauer an.

2   Tour St. Nicholas

Der ebenfalls im 14. Jhdt erbaute Turm hat einen fünfeckig-sternförmigen Grundriss. Alle Seiten sind mit Schießscharten und kleinen Fenstern ausgestattet.  Eine erste mit Zinnen umschlossene Dachterrasse und etwas höher die zweite und höchste Terrasse ermöglichen hinter Brustwehren und Schießscharten eine sichere Verteidigung.

3   Tour de la Lanterne

Im 15. Jhdt wurde dieser Leuchtturm erbaut, der im unteren Teil mit sechs Meter dicken Mauern eher die Qualität eines Festungsturms hat.

Öffnungszeiten:  unterschiedlich
Eintritt:  6 € (8,50 € Kombiticket für alle 3 Türme)

 

4   Rathaus mit Belfried

Der Innenhof des Rathauses ist mit einer gotischen Mauer mit einem Wehrgang über Pechnasen geschützt. Ein Doppelportal, über dem ein schönes Wappen angebracht ist, führt durch sie hindurch.
2013 geriet das Rathaus in Brand, wobei manches zerstört wurde aber auch vieles gerettet werden konnte. Das Projekt des Wiederaufbaus wurde auf fünf Jahre angelegt. In dieser Phase der Restaurierung ist ein großer Teil der Anlage nicht zugänglich.

Öffnungszeiten:
Eintritt: 3 €

 

5   La Maison Henri II

Es ist eigentlich kein Haus, da sich hinter der Fassade keine Wohnung befindet, sondern nur ein Verbindungsgang zwischen verschiedenen Gebäudeteilen.
Der Hof des Hauses Henri II ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich, so dass man herum spazieren und die schöne Fassade betrachten kann.

 

6   Kathedrale

Die Kirche Saint-Barthélémy aus dem 12. Jhdt, die an dieser Stelle stand, wurde zerstört und ab dem Beginn des 17. Jhdts teilweise überbaut. Der Bau der Kathedrale begann im Jahre 1742 und  wurde 1862 fertiggestellt. Von Saint-Barthélémy ist der gotische Glockenturm aus dem 15. Jhdt übriggeblieben.
Die Innenausstattung der Kathedrale stammt dementsprechend fast ganz aus dem 19. Jhdt. Besonders beachtenswert sind hier die Malereien des klassischen Realisten William Adolphe Bouguereau, die in der Kuppel der Marienkapelle zu sehen sind. Die fast fotorealistischen Werke des Sohnes der Stadt überzeugen auch heute.
In der Kathedrale findet man Grabsteine, die aus einer Templerkirche stammen, deren Mönchsritter in der Anfangszeit der Stadt eine wichtige Rolle spielten.

 

7   Das große Uhrentor

Das Tor mit dem gotischen Uhrenturm war die Verbindung des Hafens mit der Stadt. Der zunächst als Befestigung der Stadt gedachte massive Torturm verlor seine diesbezügliche Bedeutung, als die Türme der Hafenbefestigung gebaut waren. Schon im 15. Jhdt wurde er mit einer Uhr ausgestattet. So ist er zum zentralen Glockenturm geworden und zeigt den Bürgern seither die Zeit an.

 

8   Markthalle

In den Hallen aus dem 19. Jhdt sowie auf den Plätzen und Straßen davor findet besonders an den großen Markttagen Mittwoch und Samstag reges Marktleben statt.

 

Porto zu Fuß

von links: Torre dos Clérigos, Bischofspalast Paço Episcopal do Porto

 

 

1   Ponte Dom Luís I

©  Annamartha_pixelio.de

Die eindrucksvolle Stahlkonstruktion lädt ein, sie zu benutzen und auf die andere Seite des Douro zu wechseln. Von dort hat man eine schöne Standtansicht und außerdem ist man so auf dem richtigen Weg zum ersten Ziel.
Die Bogenbrücke wurde 1886 von König Ludwig I. von Portugal (Dom Luís) eingeweiht. Sie verbindet die Städte Porto und Vila Nova de Gaia. Die Brücke hat zwei Verkehrsebenen, die beide von Fußgängern genutzt werden können, wobei die obere eine empfehlenswerte Perspektive bietet.

 

2   Mosteiro da Serra do Pilar

Bei der Überquerung des Douro liegt die große Anlage des Klosters unübersehbar zur Linken auf dem Hügel. Unterhalb sieht man alte Lagerhallen für Portwein und Sherry.

Die interessante Kirche des Klosters mit rundem Grundriss ist eine Kopie der Kirche Santa Maria Redonda in Rom. Sie wurde wie das Kloster und der ebenfalls runde Kreuzgang ab dem 16. Jhdt gebaut.
1832 wurde während der Belagerung Portos der militärische Wert dieser Anlage erkannt, worauf sie in eine improvisierte Festung verwandelt wurde.

Vor der Kirche befindet sich ein herrlicher Aussichtspunkt, von wo aus man die Stadt Porto und den Rio Douro in ihrem ganzen Glanz bewundern kann.

Öffnungszeiten:
Apr bis Okt:  10 – 18.30 Uhr
Nov bis März: 10 – 17.30 Uhr
Eintritt:  Anlage frei / Ausstellungen 2 – 4 €

 

3   Weinprobe und Besichtigung

Unter einem Meer von roten Dächern lagert hier der größte Teil der weltweiten Produktion von Portwein. Über 50 Hersteller verkünden mit riesigen Schildern auf Dächern und Hügeln stolz ihre Marktpräsenz. Fast alle bieten Führungen an, erzählen Geschichten aus 250 Jahren Geschichte des Portweins und erklären Unterschiede zwischen Ruby, Tawny und Vintage. Und natürlich laden sie auch gern zur Kostprobe ein.

Im Jahre 1859 von  António Alves Cálem gegründet, widmete sich Porto Cálem zu jener Zeit lediglich mittels eigener Flotte dem Wein-Export nach Brasilien im Tausch gegen exotisches Holz. Eine Führung bei Calem mit Blick in die traditionellen  in den Berg gebauten Keller mit großen alten Eichenfässern gibt es für 6 – 10 € incl zwei Gläsern Portwein (auch in deutscher Sprache) und wenn man Glück hat, kann man für 21 € (alles incl) noch ein Fado-Konzert genießen.

Öffnungszeiten:   10 – 19 Uhr

Auch bei Ferreira, Sandemann und anderen gibt es entsprechende Angebote, die sich meistens nur durch die angebotenen Weine unterscheiden.

Öffnungszeiten:  10 – 18 Uhr

 

4   Sé do Porto

Pelourinho vor der Kathedrale

Die wuchtige Kathedrale von Porto aus dem 12. Jhdt bietet neben ihren romanischen Bauteilen und ihren Umgestaltungen aus der Zeit des Barock und Rokoko einen interessanten gotischen Kreuzgang aus dem 14. Jhdt.

Auf dem Platz vor der Kathedrale steht ein Pelourinho – ein historischer Schandpfahl in Form einer Säule (Pranger).
In unmittelbarer Nähe zur Kathedrale stehen der ebenfalls sehenswerte Bischofspalast Paço Episcopal (Terreiro da Sé) und der rekonstruierte mittelalterliche Turm Torre Medieval (Calçada do Pedro Pitões).

Öffnungszeiten: Apr-Okt  9 – 12.30 + 14.30 – 19 Uhr / März – Nov 9 – 12.30 + 14.30 – 18 Uhr
Eintritt: Kathedrale frei, Kreuzgang 3 €

 

5   Bahnhof Porto São Bento

Unbedingt einen Besuch wert ist in der östlichen Innenstadt der Hauptbahnhof Estação São Bento. Die Eingangshalle ist eine Augenweide: Auf großformatigen Bildern aus Azulejos sind historische Ereignisse der portugiesischen Geschichte und Szenen aus dem Leben dargestellt. Azulejos sind kunstvoll bemalte Kacheln , die man auf dem Spaziergang durch die Stadt überall entdecken kann.

 

6   Avenida dos Aliados

Nachdem die Metrobaustelle eine ziemliche Verwüstung der ehemalig grünen Gegend hinterlassen hatte, wurde die Prachtallee bzw der große Platz ab 2005 neu gestaltet zu einem funktionalen Raum, was im Ergebnis viele Bürger der Stadt als Verbrechen empfanden. Aber er ist praktisch und bietet sich für Großveranstaltungen an.
Als der Platz ab 1916 nach dem Abriss alter Straßenzüge geschaffen wurde, setzte man am Beginn links und rechts zwei auffällige Bauten hin, die das am Ende des Platzes gebaute Rathaus entsprechend perspektivisch einrahmen.
Es siedelten sich Banken, Zeitungen und Hotels an und die Avenida dos Aliados wurde zum Wirtschaftszentrum von Porto.

 

7   Paços de Concelho – (450 m)

Das Rathaus wurde erst 1955 nach 35-jähriger Bauzeit fertiggestellt und schloss den neugeschaffenen Platz ab. Seine Fassade ist mit Skulpturen verziert, die jeweils für Porto typische Aktivitäten zeigen wie z.B. den Weinbau, das Handwerk und die Seefahrt.

 

8   Livraria Lello – Carmelitas

Im Haus Nr. 144 versteckt sich hier die Buchhandlung Lello, die schönste von Porto, vielleicht sogar von ganz Portugal. Auf zwei Etagen beeindruckt nicht so sehr das Sortiment, wenngleich auch dieses einen zweiten Blick wert ist, sondern vor allem das einzigartige Interieur: das farbige Glasfenster der Decke, die Stuckverzierungen und die reichen Holzschnitzereien an den Wänden sowie besonders eine faszinierende, geschwungene Treppe. Unbedingt besuchen!

 

9   Palácio da Bolsa

Der Börsenpalast wurde ursprünglich von der Börse und dem Handelsgericht genutzt und beherbergt heute ein Konferenzzentrum. Das im 19. Jhdt im neoklassizistischen Stil errichtete Gebäude kann besichtigt werden. Da die heutige Inneneinrichtung erst um 1910, also 60 Jahre nach Fertigstellung des Gebäudes geschaffen wurde, findet man interessante Ausstattungen wie die Halle der Nationen und den prunkvoll gestalteten maurischen Saal (1862).

Öffnungszeiten: Apr – Okt 9 – 19 Uhr, Nov-März  9 – 13 + 14 – 18 Uhr
Eintritt: 7 €

 

Portofino zu Fuß

©  Peter Heinrich_pixelio.de

 

Portofino ist klein, sehr klein und schmiegt sich so an die Berghänge, dass man am liebsten gleich anfangen möchte zu aquarellieren (wenn man es könnte).

Mit Tenderbooten gelangt man an den Superyachten vorbei, die zu groß sind für den kleinen Hafen, zum Anleger, von dem aus man sich einfach auf einen nicht zielgerichteten Spaziergang begibt. Dabei wird man verwundert feststellen, dass die wenigen Geschäftsflächen neben örtlichen Anbietern von einigen Super-Boutiquen und Luxus-Labels der Welt besetzt sind. Man gibt sich die Klinke in die Hand bei Louis Vuitton, Dior oder Grimoldi, wo ein Schuh für 1.900 $ schon als Schnäppchen gilt.

Danach bietet sich eines der vielen Cafes an der Hafenkante an, um interessiert oder auch romantisch gestimmt bei Kaffee oder einem Glas Wein die Stimmung aufzufangen und vielleicht in der Dämmerung die schönen Spiegelungen der Lichter im Wasser zu betrachten.

 

Mahon / Menorca zu Fuß

 

Die kleinere Schwester Mallorcas ist nur 50 km lang und 16 km breit. Die im Mittelalter maurische Insel wurde nach einer Periode als Königreich Mallorca (1229 bis 1715) in der Neuzeit hin- und hergeworfen zwischen Briten, Franzosen, Katalanen und Spaniern und genießt heute mit den anderen Balearen einen Status relativer Autonomie.

 

1   Esglesia del carme

Das im klassizistischen Stil gestaltete Bauwerk ist das größte religiöse Gebäude Mahóns. Der Bau wurde 1750 zusammen mit dem Kloster und dem Kreuzgang des Karmeliterordens begonnen. Wenn man an einem heißen Tag in die kühle Atmosphäre der Kirche tritt und sich ruhend in eine Bank setzt, kann man für einen Moment abschalten – Hitze, Lärm und Hetze bleiben zurück.

2   Markthallen – Schuhe kaufen im Kreuzgang

Neben der Kirche liegt der Eingang zu einer großen Markthalle, in der fast alles angeboten wird. Gebaut wurde die Anlage als an die Kirche angegliedertes Karmeliterkloster. Seit 1884 wurde der ehemalige Kreuzgang als Markt verwendet und im späten 20sten Jhdt in ein modernes Einkaufszentrum umgebaut. Weitere Räumlichkeiten des ehemaligen Klosters werden zu kulturellen Zwecken verwendet.

Öffnungszeiten:  Mo bis Fr von 7 bis 21 Uhr / Fr bis 15 Uhr / Sa von 7 bis 18 Uhr

Und gleich nebenan ist der Fischmarkt  ( 3 ) in einem schönen Gebäude untergebracht. (täglich vormittags geöffnet)

 

4   Fortalesa de la Mola

Die Festungsanlage La Mola am Hafen von Maó ist berühmt für ihre unterirdischen Gangsysteme. Teile der Festung wurden lange Zeit als Gefängnis genutzt (während der Franco-Zeit berüchtigt und gefürchtet).
Die spanische Königin Isabell II. war es, die 1848 den Bauauftrag gab, um den Briten besser Widerstand leisten zu können. Die große Festung untersteht auch heute noch dem spanischen Verteidigungsministerium, kann aber in Teilen besichtigt werden (Zeitbedarf 3 – 4 Stunden).

Öffnungszeiten: Mai bis Okt  10 – (18) 20 Uhr / Nov bis Apr  10 – 14 Uhr.
Eintritt:  8 € Euro

 

5   Binibèquer Vell

Binibequer  ©  detlef-menzel_pixelio.de

10 km sind es bis zu dem malerischen Fischerdorf im Südosten der Insel, der mit seinen weiß getünchten Häuschen, engen Gassen und den vielen Manufakturen und Künstlern vor Ort besticht.

In der Hauptsaison wird es dann allerdings eng in den Gässchen und Winkeln.

Bus Linie 93  –  Fahrzeit 20 min

Fahrplan Mai bis Oktober
montags bis samstags
Abfahrt von Maó Estació: 9:00, 10:45, 14:30, 16:30, 19:45
Rückfahrt von Binibèquer Platja: 9:20, 11:05, 14:50, 16:50, 20:05
sonntags
Abfahrt von Maó Estació: 
10:45, 14:30, 16:30
Rückfahrt von Binibèquer Platja: 11:05, 14:50, 16:50

 

Izmir

 

Izmir ist das antike Smyrna, das zu den frühen christlichen Gemeinden gehörte. 75 km entfernt liegt Ephesus und 105 km weit ist es nach Pergamon (Bergama), die zusammen mit Smyrna in der Bibel genannt werden (Offenbarung des Johannes).

Eine Stadt, die in der Antike zwischen Griechen und Römern hin- und hergeworfen war und später zwischen Byzanz und den Osmanen immer wieder umkämpft war, wobei auch die Genueser und Venezianer darauf achteten, dass ihre Interessen gewahrt wurden. Ein typisches Mittelmeerschicksal.

 

1   Hisar-Moschee

Die größte Moschee Izmirs  liegt im historischen Geschäftsviertel (Basar) Kemeraltı. Der Bau wurde 1592 begonnen und ist in klassischer osmanischer Architektur über einem sechseckigen Fundament der Kuppel ausgeführt. Im rechteckigen Hof befindet sich die Brunnenanlage für die rituellen Waschungen. Im Innern der Moschee sind bedeutende Werke osmanischer Kalligraphie zu sehen.

 

2   Kemeraltı Bazaar

Der Bazaar (siehe Bild oben) beginnt an der Küstenstraße und führt einen tief hinein  in viele teils verwinkelte alte Straßen, Gassen, Gässchen und Plätze, die teils mit Kuppeln und Gewölben überdacht sind. Kemeralti ist laut, voll, eng, dicht an dicht mit Menschen und dennoch bunt, schrill, interessant und voller orientalischer Atmosphäre. Wer dagegen nichts hat, wird es wahrhaftig genießen können und voller Staunen von einem Laden zum nächsten gehen. Man sollte sich Zeit nehmen, um den sehr umfangreichen Bazar zu erkunden. Es lohnt, sich zwischendurch für einen Tschai zu setzen und einfach das Treiben und die Leute an sich vorbei ziehen zu lassen.

 

3   Saat Kulesi (Uhr-Turm)

1901 wurde der Uhrturm im orientalischen Stil am Konak-Platz erbaut, an dem sich auch die kleine Yali-Moschee ( 4 ) befindet, die 1774 eröffnet wurde.
Der Turm ist von einer Brunnenanlage umgeben.

In Städten des osmanischen Reiches stellten Uhrtürme Zeichen staatlicher Herrschaft an zentralen Plätzen dar und verbreiteten sich auch wegen fehlender Alternativen wie den Kirchtürmen in der christlichen Welt.

Die Uhr für den Saat Kulesi selbst war ein Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II.

Yali-Moschee

 

5   Agora

Die antike Agora von Smyrna kann beeindrucken mit einer Säulenreihe der westlichen Stoa (offene Wandelhalle), einer teilweise noch funktionierenden Wasserleitung aus der Antike, Fundamenten einer Basilika und Resten eines überdachten Basars. Die aktive Ausgrabung hat noch viel Arbeit vor sich und Überraschungen. So steht auf einem Teil des zu untersuchenden Geländes ein Parkhaus und deckt die antike Stätte ab.

 

Honningsvag zu Fuß

Blick von Bord über die kleine Stadt –  ©  Wilfried Giesers

 

Wer zum Nordkap will, landet hier in der 2500-Seelen-Gemeinde, die eine bedeutende Fischereisiedlung hoch im Norden ist. Neben dem Fischfang generiert im Wesentlichen der Tourismus wegen des nahegelegenen Nordkaps (40 km) das Einkommen der Bevölkerung.

1902 wurde die erste Straße hierher gebaut – bis zu diesem Zeitpunkt war Honningsvåg auschließlich mit dem Schiff oder zu Fuß erreichbar.

1944 wurde die Stadt von der deutschen Wehrmacht nach der Politik der verbrannten Erde zerstört, wobei nur die Kirche und die Grabkapelle (Leichenhalle) verschont blieben. Nach dem Krieg wurden Stadt und Hafen zügig wieder aufgebaut.

 

1   Servicestationen

©  Wilfried Giesers

Der erste Weg um den Hafen herum führt zu den in den Hafen hineingebauten alten Servicestationen für die Fischerei.
Die drei weißen Holzbauten sind in den 1950er Jahren entstanden und bieten Arbeits- und auch Übernachtungsmöglichkeiten für Fischer sowie entsprechende soziale Einrichtungen.
Geht man den Weg weiter, kommt man auf die Hafenmole, von der sich ein guter Blick auf den Ort ergibt.

2   Kirche

Schon 1589 gab es in den kleinen Fischerdörfern auf der Insel Magerøya sechs Kirchen, die mit ihren Orten nach und nach aufgegeben wurde. Nachdem auch die letzte durch einen Orkan zerstört worden war, wurde die neue Kirche in Honningsvåg gebaut und 1885 eingeweiht.
Die ersten Rückkehrer nach dem Krieg in die zerstörte Stadt wohnten in der Kirche, die als Übernachtungsort, Lager und Küche diente.

3   Storgata

Über die Einkaufsstraße, die an der Zweckmäßigkeit orientiert ist und kaum Charme hat, geht der Weg zurück bis zum Nordkapmuseum.

4   Nordkapmuseum

Das eigentliche Highlight der Stadt ist dieses Museum. Es widmet sich der Kultur, der Fischerei und dem Walfang in der Finnmark. Darüber hinaus wird die Geschichte des Tourismus zum Nordkap behandelt und auch das traurige Kapitel der Zerstörung der Stadt wird nicht ausgespart.
Das Museum war im Sommer 2017 geschlossen und wird nach ungesicherten Informationen noch 2017 in der Nähe wiedereröffnet.

Santorini

Blick von der Stadt Oia im Norden der Insel Thira hinüber zur anderen Seite der Caldera zur Insel Thirasia.

 

Thira – Θήρα

Die Hauptinsel Thira ist neben Thirasia und Aspronisi  ein Teil des Randes einer riesigen Caldera (Vulkankrater) von 16 km Durchmesser, die nach dem Zusammenbruch ihrer Magmablase vom Meer geflutet wurde. Im Zentrum der Caldera enstanden während der vergangenen 2200 Jahre aus einem unterseeischen Vulkan die Inseln Kameni und Nea Kameni (ab 1570 dokumentiert). Der Vulkan Kameni ist mit drei Ausbrüchen im 20. Jhdt der aktivste Vulkan (neben Nisyros) im östlichen Mittelmeer.
Seit 2011 werden wieder vermehrt seismische Tätigkeiten, wie kleinere Erdbeben und eine Hebung des Bodens registriert. Wissenschaftler halten darum eine Eruption in den nächsten Jahren für wahrscheinlich.

Thira ist 17 km lang und misst an der breitesten Stelle 6 km. Zu Fuß ist hier kaum etwas zu machen.
Wer dennoch etwas auf eigene Faust erleben möchte, dessen Weg führt entweder vom Hafen direkt zur nächsten Autovermietung oder er nutzt die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs.

Mit dem Bus fahren

Von der zentralen Busstation ( H ) im südlichen Bereich der Stadt Firá sind alle Orte der Insel zu erreichen. Eine Busfahrt ist je nach Entfernung zum einfachen Preis von 1,80 € bis 2,40 € zu haben.

 

1   Firá

Maultierkarawane auf der Treppe  zum Hafen ©  Dieter Schütz_pixelio.de

Liegt das Schiff vor Firá, dem Hauptort der Inselgruppe auf Reede, so wird man zum kleinen Hafen Skala ausgeschifft.
Vom Hafen führt eine Treppe mit 566 Stufen in die 300 m höher gelegene Stadt hinauf, die man zu Fuß (bei Hitze nur für sportliche Besucher zu empfehlen) oder auf dem Rücken eines Maultiers bewältigt (5 €).
Alternativ gibt es auch eine Seilbahn, die einen komfortabel vom Hafen nach Firá hoch bringt, wo man sich in das fast unüberschaubare Gewirr von kleinen Gassen stürzen kann. (6 € pro Fahrt)
Die Grenzen zwischen Fira und den benachbarten Dörfern Firostefani und Imerovigli sind fließend. Wer es lieber etwas ruhiger mag, bevorzugt Firostefani. Ein Traum in Weiß, der vom Archäologischen Museum nur etwa 15 Minuten in Richtung Norden entfernt ist (850 m).

 

2   Archäologisches Museum

Die Ausstellung ist in vier Einheiten unterteilt, die sich auf die Geschichte der Forschung auf Thira, die Geologie von Thira, die Geschichte der Insel vom Spätneolithikum bis zum Anfang des 17. Jhdts v. Chr. und die Blütezeit der antiken Stadt Akrotiri beziehen.

Öffnungszeiten:  8 (12) – 15 (20) Uhr / Di geschlossen
Eintritt:  3 €

 

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, der besucht die Ausgrabungsstätte Akrotiri.

 

Akrotiri  –  Ακρωτήρ

Die Ausgrabungsstätte, die durch einen Vulkanausbruch verschüttet und so über 3500 Jahre konserviert wurde,  zeigt einen starken Einfluss der minoischen Kultur.  Sie wurde von Archäologen im 19. Jhdt entdeckt, worauf mit Ausgrabungen begonnen wurde, die aber gegenüber denen auf Kreta verblassten und erst ab 1967 wieder in Schwung kamen und spektakuläre Ergebnisse brachte.

 

Ia – Οία

Etwas mehr als 600 Einwohner (Apanomerites) zählt das  Dorf im Norden der Insel, dessen Name früher Apano Meria war.  Ia wurde ab 1976 im Rahmen eines Programms zur Erhaltung und Entwicklung traditioneller Siedlungen restauriert und dem Tourismus geöffnet, wodurch die ehemals sehr einfachen Fischerhäuser heute als Gästehäuser zur Verfügung stehen, was auf Grund der Lage wiederum zu den höchsten Grundstückspreisen  Griechenlands führte.

 

 

Alesund zu Fuß

Die Aspøy-Schule (rechts) wurde 1922 auf einem Hügel der Innenstadt gebaut.

 

Kaufleute aus Bergen hatten im 15. Jhdt die Niederlassung gegründet, um ihren Handel von hier aus weiter in den Norden auszudehnen.
Bei einem großen Brand wurde 1904 fast die gesamte in Holzbauweise errichtete Innenstadt ausgelöscht. Das führte dann zum einheitlichen Wiederaufbau im zu der Zeit vorherrschenden Jugendstil. Deutschland hat unter Kaiser Wilhelm II., der ein großer Norwegenliebhaber war, viel Hilfe dazu beigesteuert.

 

1   Durchs Zentrum schlendern

Das Jugendstil-Center

Das Stadtbild ist insgesamt sehenswert und lädt zu einem längeren Spaziergang ein, bei dem man Eindrücke zur nordischen Variante des Jugendstils gewinnt mit seiner oft geraden und klaren Linienführung und dann auch wieder verspielten Formensprache mit den typischen Ecktürmchen und ornamentalen Malereien und Stuckarbeiten.
Wer die Eindrücke noch vervollständigen möchte, findet im Jugendstilsenteret   ( 2 ) ein enstsprechendes Angebot wie Einrichtungsgegenstände, Möbel, Schmuck, Accesoirs sowie Glas und Keramik ua.

Öffnungszeiten:  11 – 16 Uhr  (Mo geschlossen)
Eintritt:  80 NOK

 

3   Kirche

In der Stadtmitte liegt die Ålesund Kirche von 1909, deren wunderschöne Glasmalereien und Dekorationen sehenswert sind. Die Glasmalereien im Giebel hinter der Orgel waren ein Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II. zur Einweihung. Das preußische Wappen im Fenster erinnert auch an die Hilfe durch Deutschland beim Wiederaufbau der Stadt.

 

Fiskerimuseet

Das große weiße Holzgebäude direkt am Wasser des Sunds ist gut zu erkennen als ehemaliges Speicherhaus aus dem Jahr 1861, das bei dem großen Feuer verschont geblieben war. Das heute hier beheimatete Fischereimuseum gibt einen spannenden Einblick in die Historie des Fischerortes und hat den Schwerpunkt seiner Ausstellung auf den Export sowie die Fertigung von Klippfisch und Tran gelegt.

Öffnungszeiten:  9 – 16 Uhr  (Sa/So 12 – 16 Uhr)
Eintritt:  60 (50) NOK

 

Tromsö zu Fuß

Holzbauten am Hafen – das rote ist das Polarmuseum –  ©  W. Giesers

 

1   Tromsø Domkirke

Sie ist die einzige aus Holz erbaute Kathedrale (von 1861) – umgeben von der Restfläche des mittelalterlichen Friedhofes (ohne besondere Grabsteine). Ältestes Ausstattungsstück ist eine Madonna, vermutlich aus dem 15. Jhdt. und wahrscheinlich aus einem Vorgängerbau.

2   Polarmuseum

Tromsøs Geschichte, die Wal- und Robbenjagd, die Geschichte der Polarexpeditionen  von Ammundsen und Nansen – es gibt auf drei Etagen viel zu sehen (siehe Bild oben).

Öffnungszeiten:  (9) 11 – 17 (18) Uhr
Eintritt:  20 NOK

3   Skansen
©  W. Giesers

Die kleine Festungsanlage ist das Einzige, was in Tromsø aus dem Mittelalter noch erhalten ist. Auf einem nicht hohen Hügel liegt das Gebäudeensemble mit dem umgebenden Wall, auf dem sogar eine Kanone ihren Platz gefunden hat.

4   Alte Werft
©  W. Giesers

Sehr stimmungsvoll ist die alte Werft unterhalb von Skansen, auf der tatsächlich noch Arbeiter aktiv sind. Kaum vorstellbar, dass das rostige Gewirr von Eisenteilen, Anlagen und aufgedockten Schiffen noch produktiv ist.
Schön anzusehen ist es auf jeden Fall.

5   Eismeerkathedrale
Wer mag, der kann über die weit geschwungene Brücke zu der in moderner Architektur in den 1960er Jahren errichteten Eismeerkathedrale spazieren, wenn auch der Weg im rauschenden Verkehr nicht wirklich schön ist (1,4 km).
Der an ein Zelt erinnernde Bau gilt heute als Wahrzeichen Tromsøs. Andere interpretieren die gestaffelte Dachkonstruktion als Eiszacken, einem Thema, das auch vom Polaria auf der anderen Seite neu aufgenommen wurde. Im Inneren bieten die großen bunten Fenster und die Orgel einen schönen Anblick, für den der hohe Eintrittspreis aber nicht angemessen ist.
Öffnungszeiten:  9 (15) – (18) 19 Uhr
Eintritt:  50 NOK  (5,30 €)
 

Svartisen-Gletscher – Engenbreen

Der Gletscher von der Brestua-Hütte gesehen  ©  Wilfried Giesers

 

Schwarzes Eis, so der Name des zweitgrößten Gletschers in Norwegen, dessen Zunge Engenbreen wir besuchen, die bis auf 20 m über dem Meeresspiegel herunterreicht.

Es sind etwa 4 km von der Anlegestelle der Tenderboote ( 1 ) bis zum Eis des Gletschers. Der einfachere Weg geht auf der nördlichen Seite am Gletschersee entlang, wobei kaum Höhenmeter zu bewältigen sind.

Die erste Etappe führt vom Anleger an einer Elchstation vorbei, wo man den Tieren recht nah kommen kann bis zu einem Café am See ( 2 ), von dem aus man den Gletscher über den See gut sehen kann.

©  Wilfried Giesers

Von hier aus geht der Weg nach links eben und bequem immer am See entlang bis man zum letzten felsigen Teil kommt ( 3 ). Ab hier muss man schon ein wenig trittsicher sein und sollte festes Schuhwerk tragen.

Für die gesamte Tour bis zum Eis ( 4 ) und zurück sollte man je nach Kondition 3 – 4 Stunden einplanen.

 

Oslo zu Fuß

Das königliche Schloss

 

Vom Kreuzfahrtanleger ist es nur ein kleiner Fußweg von 900 m bis ins Zentrum, dem Rathausplatz.

 

1   Schloss

Das Schloss dient als Residenz des Königs, als Ort der staatlichen Repräsentation, der Verwaltung der Monarchie und auch als vornehmstes Gästehaus des Landes. Der klassizistische Bau (siehe Bild oben) gehört  mit 173 Räumen zu den kleineren Residenzen Europas und wurde nach viel Streitereien 1849 eröffnet als Residenz für den in Personalunion regierenden König von Schweden und Norwegen Oscar I., der aber nur zeitweise mit seiner Familie hier war und seinen Hauptsitz in Stockholm behielt.
Nach der Auflösung der Union mit Schweden wurde das Haus ständiger Sitz des norwegischen Königshauses.

 

Karl-Johans-Gate

Vom Schloss kommend geht man die Karl-Johans-Gate entlang am auffälligen Parlamentsgebäude ( 2 ) vorbei, findet den Osloer Dom ( 3 ) und die ehemalige Markthalle Stortorgets basar ( 4 ), sowie den weiten im gleichen Backstein gebauten Bogen des Marktes an der Stelle, an der zuvor nur einige überdachte Fleischerbuden standen.
Die Anlage wurde in den Jahren 1840 bis 1859 im neoromanischen Stil erbaut und sollte 1931 zu Gunsten eines größeren Parks wieder abgerissen werden, was zum Glück nicht geschah.

 

5   Rathaus

Das aus rotem Backstein gebaute Rathaus mit den zwei Türmen sollte man nicht nur von außen betrachten. Hier in dem architektonisch nicht wirklich stilistisch einzuordnenden etwas pathetisch-neoklassizistischen Bau der 1930er Jahre wird in der riesigen Festhalle alljährlich der Friedensnobelpreis verliehen.

In der 21 m hohen Halle findet man einige große Malereien zur Geschichte Oslos.  Die Fresken von Alf Rolfsen thematiseren die Besetzung durch Deutschland, Widerstand und Kollaboration. Aber auch andere Konflikte haben hier ihre symbolische Darstellung gefunden.  Karl Högberg schuf ein Fresko über „Handel und Gewerbe“ und nach Protesten der Linken durfte Reidar Aulie  in ähnlichem Stil eine Art Pendant über die Arbeiterbewegung gestalten.

 

6   Festung Akershus

Um 1300 wurde wahrscheinlich der Bau einer Burg begonnen, die in den Wirren und Auseinandersetzungen der Jahrhunderte immer wieder umkäpft war und weiter ausgebaut wurde.
Heute ist die Festung eine insgesamt sehr große Anlage, die noch teilweise vom norwegischen Militär genutzt wird.  Die Erkundung des weitläufigen Geländes braucht seine Zeit

 

7   Das Neue Opernhaus

Auf dem freigeräumten Gelände einer Werft konnte das norwegische Architekturbüro Snøhetta, das schon die neue Bibliothek von Alexandria in Ägypten konzipiert hatte, einen architektonisch interessanten und auch überzeugenden Entwurf direkt am Wasser umsetzen, der das Zeug hat, für das neu entstandene Viertel am Hafen zu einem Zentrum zu werden.
(1,3 km / Buslinie 32 und 70 vom Rathaus aus)

Passend dazu liegt seit 2010 im Hafenbecken eine Skulptur der italienischen Künstlerin Monica Bonvicini, die den aufgetürmten Eismassen auf dem Gemälde Das Eismeer von Caspar David Friedrich nachempfunden ist.

 

8   Vigeland-Skulpturenpark

Von dem norwegischen Künstler und Bildhauer Gustav Vigeland sind hier 212 Stein- und Bronzeskulpturen aufgestellt, die  von 1907 bis 1942 entstanden sind. Sie sind allesamt figürlich und dabei ungewöhnlich in ihrem Ausdruck des Menschlichen. Ein immer lohnender und wahrhaft anregender Spaziergang durch den Park, dessen Skulpturen menschliche Gefühle und seine Schwächen und Stärken auf eindrucksvolle Weise im öffentlichen Raum thematisieren.
(4,3 km / Buslinie 12)

24 Std freier Eintritt

 

9   Norsk Folkemuseum mit Vikinger-Museum

Mit einer Fähre kommt man zur Halbinsel Bygdøy, auf der sich eine Reihe von Museen angesiedelt haben.
Die Fahrkarten gibt es am Anleger Rådhusbrygge 3: Einfache Fahrt 45 NOK, Hin- und Rückfahrt 65 NOK. Alle 20 bis 30 min geht eine Fähre von März bis Oktober.
Den Weg (etwa 5 km) kann man auch mit der Buslinie 30 vom Stadtzenrum ( H )aus bewältigen (Richtung Bygdøy).

Das Folkemuseum ist ein Freilichtmuseum, in dem man über einen Rundgang durch verschiedene Zeitepochen und Regionen Norwegens geführt wird.

Öffnungszeiten:  10 – 18 Uhr
Eintritt:   130 NOK / ermäßigt  100 NOK

Das Vikinger Museum ist nur eine Busstation weiter bzw 350 m zu Fuß entfernt.

 

Thessaloniki zu Fuß

Aristotelesplatz  –  Eingang zur Stadt

 

1   Aristoteles-Platz – Πλατεία Αριστοτέλους

Der Aristoteles-Platz direkt an der Uferkante (siehe Bild) ist das Zentrum der Stadt. Nach einem zerstörerischen Feuer, in dem die ursprüngliche Bebauung dieses Gebietes unterging, wurde der Platz von den 20er bis 50er Jahren des vorigen Jhdts angelegt. An ihm liegen Geschäfte, Restaurants, Bars und Hotels und er wird für unterschiedlichste Veranstaltungen genutzt.
Von hier aus geht es durch die Fußgängerstraße (odos Aristotelous) an der sehenswerten Badeanlage ( 2 ) aus dem 15. Jhdt Bey Hamam (Λουτρά Παράδεισος) vorbei zur Platia Archeas Agoras mit den Resten des antiken römischen Forums ( 3 ).

 

4   Panagia Chalkeon – Παναγία των Χαλκέων

Die Kirche der Panagia Chalkeon (Jungfrau der Kupferschmiede) ist eine kreuzförmige Viersäulenkirche und Vorbild für viele andere Kreuzkuppelkirchen mit Darstellungen, die bis ins 14. Jhdt zurückgehen. Die im Jahr 1028 geweihte Kirche kam zu ihrem Namen, weil sie im Viertel der Kupferschmieden stand.

 

5   Modiano Market – Αγορά Μοδιάνο

Die Atmosphäre einer Stadt kann man hier authentisch erleben mit den Menschen auf beiden Seiten der Verkaufsstände und der Vielfalt der angebotenen Waren. In den 20er Jahren des vorigen Jhdts ist dieser Markt entstanden und betört bis heute alle Sinne.

 

6   Hagia Sophia – Ιερός Καθεδρικός Ναός της Του Θεού Σοφίας

Die Kathedrale der Göttlichen Weisheit  ist eine dreischiffige Basilika, die im 7. Jahrhundert auf den Fundamenten einer Kirche aus dem Jahr 315 erbaut wurde; sie gilt als ein Vorläufer der Kreuzkuppelkirchen.
1524 wurde sie in eine Moschee umgewandelt, deren Minarett im 19. Jhdt noch stand. Mit anderen frühchristlichen und byzantinischen Bauten in Thessaloniki gehört sie zum UNESCO-Welterbe.

 

7   Galeriusbogen und Rotunde  –  Ροτόντα

Die Rotunde wurde 306 als Kultbau errichtet (möglicherweise als Mausoleum für den Tetrarchen Galerius, dessen  gewaltiger Triumpfbogen (15 m hoch und 30 m breit) neben dem Eingangsbereich zum Kultgelände vor 305 fertiggestellt wurde.
Zur Zeit der Erbauung war die flache Kuppel aus Ziegelmauerwerk mit einem Innendurchmesser von 24,50 m die größte Ziegelkuppel der Welt. Die Dicke der von sechs Fenstern durchbrochenen Wände beträgt 6,30 m.
Im 4.Jhdt wurde der Bau in eine Kirche umgewandelt und 1590 in eine Moschee.

 

8   Hagios Demetrios – Ιερός Ναός Αγίου Δημητρίου

Demetriosbasilika

Die Kirche Hagios Demetrios oder einfach Demetriosbasilika ist eine dem hl. Demetrios von Thessaloniki geweihte frühbyzantinische Kirche, deren erste kleine Vorgängerkirche möglicherweise schon im frühen 4. Jhdt an der Stelle eines römischen Bades errichtet worden war. Vom 5. – 7. Jhdt wurde die fünfschiffige Basilika gebaut. In osmanischer Zeit wurde sie von 1493 bis 1912 als Moschee benutzt.

Die Krypta, einst Kultstätte für den nach der Überlieferung hier getöteten Demetrios, ist in den römischen Thermen errichtet. Sie ist vom südlichen Querhausarm zugänglich und dient heute als Museum zur Geschichte der Kirche.

 

9   Weißer Turm  –  Λευκός Πύργος

Dort wo die Stadtmauer auf die Seemauer traf, stand im Zentrum einer Festungsanlage dieser Turm und seine Vorgängerbauten zur Absicherung der damals zweitgrößten Stadt des byzantinischen Reichs. Der jetzige Turm datiert aus der Zeit der osmanischen Herrschaft um 1430. Ein entsprechender Turm am westlichen Ende der Seemauer existiert nicht mehr.
Der Turm ist Anlaufpunkt für Einheimische und Touristen, die hier an der Promenade entlangschlendern, für junge Leute auf Brautschau Platz Nr. 1.

 

 

Flensburg zu Fuß

Stadt- und Hafenansicht mit St. Jürgen

 

1   Phänomenta

In modernem Gewand gibt sich die Phänomenta, ein Science Center der Universität Flensburg, das seit Mitte der 1990er-Jahre Natur und Technik erleb- und begreifbar macht.
In vielen kleinen Räumen des ehemaligen Kaufmannshofes und in den großzügig gestalteten, modernen Räumen des Neubaus können Versuche zur eigenen Wahrnehmung, zur Mechanik, Optik und zu vielen anderen Themen durchgeführt werden.

Öffnungszeiten:  10 – 18 Uhr (am Wochenende 12 – 18 Uhr)
Eintritt:  11 €   (Mo-Fr 16-18 Uhr 9 €)

Der umstrittene Erweiterungsbau sorgt seit seiner Eröffnung im Jahr 2008 für einen scharfen Kontrast zum angrenzenden Nordertor.

 

2   Nordertor

Das Ende des 16. Jhdts erbaute Nordertor, ein Rest der Flensburger Stadtbefestigung am Ende der Norderstraße, gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der schöne Renaissancebau ist das letzte erhaltene Stadttor, durch das man die Stadt ab 1595 von Norden aus betreten konnte. Auf der Nordwand des Tores befinden sich zwei Plaketten. Die Linke trägt das königliche Wappen von König Christian IV. von Dänemark, 1577-1648 und die lateinischen Inschrift: Regna Firmat Pietas – Pflichterfüllung stärkt das Reich. Die rechte trägt das Wappen von Flensburg mit der Inschrift: Friede ernährt, Unfrieden verzehrt.

 

3   Museumswerft  und Museumshafen

Die Museumswerft Flensburg baut und zeigt typische Frachtensegler und offene Arbeitsboote des 18. und 19. Jhdts, die auf der Ostsee für den Handel und in der Fischerei unterwegs waren.
Neben der Darstellung der maritimen Arbeitswelt von damals, engagiert sich die Museumswerft in diversen sozialen Projekten, wie der Einrichtung von Ausbildungs- und Dauerarbeitsplätzen für junge Bootsbauer.

Bei einer Besichtigung der Museumswerft wird der Bootsbau hautnah erlebt. Man kann zusehen, wie Frachtensegler, offene Arbeitsboote und andere gebaut werden, wie Spanten gesetzt und Planken gebogen werden, was Kalfatern ist und wer das Kielschwein füttert.
Dazu gibt es ein Werft-Café.

Öffungszeiten:  Mo bis Fr   8 – 17 Uhr / Sa und So  10 – 17 Uhr

Zusammen mit dem Schifffahrtsmuseum und weiteren Vereinen an der Flensburger Hafenlinie bietet der Museumshafen Flensburg e. V. einen Schwerpunkt der maritimen Kulturpflege im Norden Deutschlands.

 

4   Kompagnietor

Das Kompagnietor von 1602 ist einer der ältesten Profanbauten der Stadt. Es  hatte einen mittelalterlichen Vorgängerbau aus dem 17. Jhdt mit dem gleichen Namen.
Sehenswert ist der mit holländischen Kacheln geschmückte Kachelsaal. Am Vorderhaus sind Hochwassermarken früherer Überschwemmungen zu sehen. Im Giebel ist das Flensburger Wappen und die Inschrift „Gerecht und Metich alltidt sin Mit Gades hülp bringt grodt Gewinn“ (Gerecht und mäßig allzeit sein mit Gottes Hilfe bringt großen Gewinn) und das Wappen von König Christian IV. von Dänemark und Norwegen und seiner Ehefrau der Königin Anna Katharina von Brandenburg zu sehen.

 

5   Nikolaienkark

Die St.-Nikolai-Kirche grenzt unmittelbar an den Südermarkt. Die gotische Hallenkirche mit drei Schiffen wurde ab 1390 erbaut, wobei auch ein Vorgängerbau überbaut wurde.
Das bronzene Taufbecken wurde Ende des 15. Jhdts in Flensburg gegossen.

 

6   Nikolai-Apotheke

Am Südermarkt 12 liegt dieser älteste Profanbau der Stadt. Am Giebel ist das Datum „1436“ zu sehen. Seit dieser Zeit stand hier, wenn auch nicht das gleiche Gebäude, so doch ein Kaufmannshaus. Nach einem Feuer wurde hier 1490 der heutige Bau ausgeführt, in dem schon oft unter verschiedenen Namen eine Apotheke geführt wurde.

 

7   Johanniskark

Der im Kern noch romanische Bau erhielt seine endgültige Ausstattung in der Zeit der Gotik (spätgotisches Gewölbe mit Freskenmalerei). Die Kanzel und das achteckkige Taufbecken mit den 4 Evangelisten stammen vom Ende des 16. Jhdts.

 

Civitaveccia zu Fuß

Je nach Liegeplatz des Schiffes, von denen es diverse gibt, gestaltet sich die Situation unterschiedlich. Im häufigsten Fall liegt das Schiff irgendwo an der langen Mole.

Vom Hafen aus fahren kostenlose Shuttlebusse bis zum Portmobility-Servicecenter Lago della Pace (in der Mitte des Plans) und umgekehrt.
Wer mit dem Zug nach Rom fahren möchte, sollte am Fort Michelangelo am Fuße der Mole aussteigen. Dann ist der Weg zum Bahnhof (links unten) kürzer (700 m). Das Portmobility Servicecenter Lago della Pace ist ca. 1,5 Kilometer vom Bahnhof entfernt. Dort in der Nähe findet man auch AVIS und andere Autovermieter.

Die beste Möglichkeit, auf eigene Faust nach Rom zu fahren, ist die Bahn. Vom Bahnhof in Civitavecchia fahren ständig Züge nach Rom.

Empfehlung: BIRG-Tagesticket für derzeit 12 (13) Euro incl öffentl. Verkehrsmittel in Rom. Die wichtigste Verbindung ist der Regionalzug FL5 von Civitavecchia über Roma San Pietro bis Roma Termini.

Civitavecchia selbst ist ein Opfer des 2. Weltkriegs geworden und ist kein Argument, den Ausflug nach Rom zu unterlassen.

Wer Rom diesmal nicht besuchen möchte und lieber etwas über die Etrusker lernen möchte, die immerhin die wahren Gründer Roms waren, noch bevor die Legende der Stadtgründer Romulus und Remulus datiert, dem sei die kleine, nördlich gelegene Stadt Tarquinia empfohlen mit ihrer etruskischen Ausgrabungsstätte Tarchuna und dem Museum „Etruscopoli“. Sie ist 21 km entfernt.

Öffnungszeiten:  täglich von 10 bis 12.30 und 16 bis 20 Uhr
Eintritt:  8 €  (Museum in Tarquinia incl Nekropole außerhalb – vom Museum fährt ein kostenloser Shuttle)

 

Trajansthermen

Außerdem ist ein Abstecher zur Terme di Traiano zu empfehlen, wenn man schon einmal mit dem Mietauto unterwegs ist. Die Thermen, (die auch Terme Taurine genannt werden), bestehen in Wirklichkeit aus zwei Baukomplexen: der erste, der im Westen liegt, geht auf die republikanische Zeit zurück; den zweiten, besser erhaltenen ließ Hadrian, der Nachfolger von Trajan, anlegen.
Man findet sie nahe bei der Autobahnabfahrt Civitavecchia-Nord der E 80.

Öffnungszeiten:  9.30 – 13 Uhr

Palma de Mallorca zu Fuß

Die Mallorquiner sind freundliche Menschen, die sich lange schon auf Besucher eingestellt haben – und das nicht nur wegen der  langen Geschichte verschiedenster Invasionen und Besatzer, die ihre Spuren hinterlassen haben.
Die Schönheit ihrer Insel zieht Menschen an und lässt viele heimisch werden (die dann schon einmal nachdenken über ihr 17. Bundesland). Die Briten konterten 1993 prompt: „Wir kämpfen um jeden Liegestuhl.“

Bild-Zeitung 1993

Also, wenn man den Weg mal nicht weiß, einfach fragen.  Dónde está … ?

Vom Parc de la Mar hat man einen schönen Blick über den See hinweg auf die Kathedrale und die auf ihrer Linken liegende königliche Residenz Palau Real de l´Almudaina. Im Café oder Guinness House sitzt man gleich neben Mirós riesigem Keramikbild (3,50 m hoch und 12 m breit), das er kurz vor seinem Tod 1983 geschaffen hat, nachdem der Katalane aus Tarragona die letzten 30 Jahre seines Lebens auf Mallorca verbracht hatte.

 

1   Kathedrale La Seu

Der katalanische Ausdruck La Seu bedeutet „Bischhofssitz“. Die Grundsteinlegung für die Kirche erfolgte 1230 und der Bau wurde ab 1306 etwa zur gleichen Zeit  wie die der Festung Castell de Bellver durchgeführt.
Sie sollte auch als Mausoleum für das mallorquinische Königshaus dienen; Jaume II. und III. sind hier begraben.
Zunächst wurde von der Hauptapsis her im gotischen Stil gebaut und später kamen mit dem Baufortschritt weitere Stile hinzu, wie es bei solchen großen Bauwerken, die über lange Zeiträume gebaut und gestaltet werden, üblicherweise zu beobachten ist. Zuletzt brachte sich auch Gaudí mit seinem Modernisme noch ein.

 

2   Palau Real de l´Almudaina

Neben der Kathedrale liegt der Palast, der dem König von Spanien als Residenz bei Besuchen auf den Balearen dient.  Er ist eine ehemalige Festung arabischen Ursprungs, in der die gotischen Umbauten aus dem 14. Jahrhundert noch gut erhalten sind.

Öffnungszeiten:  10 – 18 (20) Uhr
Eintritt:  7 €

Die Gärten sind seit 2017 für die Allgemeinheit geöffnet worden (wenn der König und seine Gäste oder Familie nicht anwesend sind).

 

3   Llotja de Palma – Seehandelsbörse

Das 1447 fertiggestellte Gebäude nahm die in Barcelona gegründete Seehandelsbörse auf. Sie ist ein Meisterwerk bürgerlicher, gotischer Architektur.

Öffnungszeiten:  10.30 – 13.30 / 17.30–23.00
Eintritt:  frei

 

4   Rathaus

Im Rathaus ist ein Blick in die Bibliothek zu empfehlen.

Öffnungszeiten:  8.30 – 14 Uhr

Die Altstadt von Palma stellt eine stilistische Mischung aus spanisch-katalanischen und arabischen Einflüssen dar. Bekannt ist sie für ihre engen Gassen, die vielen Treppen und ihre malerischen Innenhöfe.  Ihr Mittelpunkt ist der Plaça Major.

 

5   Plaça Major

Der einheitlich bebaute Platz hat seinen Ursprung schon im 15. Jhdt als Hauptmarkt der Stadt. Die heutige Bebauung wurde nach einem Großbrand am Ende des 18. Jhdts bis 1854 angelegt.
Die Wandverzierung mit mythologischen Gestalten an der Casa de la Panadería wurde bei der letzten Restaurierung 1992 angebracht, während die ursprünglichen Fresken verlorengegangen sind.

 

6   Mimbreria Vidal

Ein ganz spezielles Geschäft.  Seit den 30er Jahren des vorigen Jhdts bietet dieser Familienbetrieb alles, was mit Korb, Flachs oder Hanf, Palmenblättern oder Sisal zu tun hat.  Die Waren werden zum Teil noch heute in Handarbeit auf Mallorca gefertigt. Hunderte Körbe und Taschen hängen in dem total überfüllten Laden von der Decke.
Adresse:  Carrer Corderia 13

 

7   Sant Francesc

Die ab 1281 angelegte einschiffige Basilika hat heute eine barocke Fassade. das dazugehörende Kloster im gotischen Stil hat einen sehr schönen mittelalterlichen Kreuzgang, dessen nördliche Galerie aus dem 13. Jhdt der südlichen aus dem 15. Jhdt gegenübersteht, so dass die zeitliche Abfolge der Stile gut erkennbar ist.

Öffnungszeiten:  Mo bis Sa:  9.30 – 12.30 Uhr / 15.30 – 18 Uhr und So: 9.30 – 12 Uhr
Eintritt:  2 €

 

8   Castell de Bellver

Etwa 2 km nach Südwesten  erhebt sich 113 Höhenmeter über dem Hafen die 1309 fertiggestellte mittelalterliche Burganlage. Der Bau gilt in Europa wegen seiner kreisrunden Anlage als einmalig. Vier Türme überragen die Festung, wobei der größte (im Bild) außerhalb der Mauern liegt. Die Burg war für Mallorcas König Jakob II. Residenz und Schutzburg. Für die Familie seines Enkels Jakob III. wurde  die Burg zum Gefängnis, nachdem der König  in der Schlacht von Llucmajor gefallen war und Mallorca an Aragon fiel.

Im Erdgeschoss befindet sich seit 1936 das Museum zur Stadtgeschichte Palmas.

Öffnungszeiten:  Di bis Sa: 10 – 18 Uhr / So: 10 – 15 Uhr
Eintritt:  4 €  (sonntags frei)

 

Palermo zu Fuß

Mosaiken in La Martorana / Santa Maria dell’Ammiraglio

 

1   Kathedrale Maria Santissima Assunta

Schon beim ersten Blick auf dieses gewaltige Gebäude erkennt man die vielfältigen Einflüsse verschiedener Epochen, die ab dem 12. Jhdt bis ins 18./19. Jhdt das Gesamtbild geschaffen haben. Durch ständige Erweiterungen vom 14. bis 16. Jhdt vermittelt der Bau heute den Eindruck, als seien zwei Kirchen zusammengewachsen.

Im Inneren ist die Kirche schlicht gestaltet. Man findet einige Sarkophage:

  • Normannenkönig Roger II., der durch geschickte Erweiterungen seines Herrschaftsbereich zum Beherrscher des zentralen Mittelmeers wurde und eine Blütezeit für Sizilien begründetete.  Seine Tochter Konstanze heiratete den
  • Stauferkönig Heinrich VI., der Sohn von Friedrich I. Barbarossa. Er nahm Richard Löwenherz gefangen und konnte gestützt auf die immense Lösegeldzahlung die normannische Dynastie verdrängen und schließlich Sizilien erobern.
  • dessen Frau Konstanze von Sizilien (von der das Gerücht sagt, sie habe ihren Mann vergiften lassen)
  • ihrem Sohn Friedrich II., der als 4-jähriger schon König wurde, nachdem seine Mutter gestorben war, die zuvor für zwei Jahre die Herrschaft auf Sizilien übernommen hatte.
  • Konstanze von Aragón, Ehefrau Friedrich II., ist in einem römischen Sarkophag beerdigt, dessen Relief eine Löwenjagd zeigt. Die lateinische Inschrift über dem Relief lautet: Ich war Siziliens Königin und Kaiserin, Konstanze. Hier wohne ich nun, Friedrich, die Deine. Friedrich legte ihr seine Krone mit ins Grab, die in der Schatzkammer zu sehen ist. In Friedrichs Sarg fand man ihn 1998 bei einer wissenschaftlichen Untersuchung barhäuptig nur mit seinem Reichsapfel.

Der Zugang zur Kathedrale ist frei.

Sehenswert sind auch die Krypta und die Schatzkammer. (Eintritt)

Öffnungszeiten:   7 – 19 Uhr

 

2   Fontana Pretoria

Detail des Brunnens  ©  Dieter Schütz_pixelio.de

Der Brunnen hätte eigentlich in Florenz stehen sollen, wurde aber nach dem Tod des Auftraggebers verkauft und fand so 1573 seinen Platz vor dem Palazzo Pretorio, dem heutigen Rathaus Palermos. Der riesige Brunnen aus 644 Einzelteilen hat einen Umfang von 133 m und ist 12 m hoch.

 

3   Quattro Canti

Vier Straßen und vier Eck-Gebäude (Quattro Canti) bilden den im barocken Stil angelegten achteckigen Platz. Dass sich hinter den symmetrisch gestalteten Fassaden so unterschiedliche Gebäude wie Wohn- und Geschäftshäuser und zwei Kirchen befinden, die schon lange zuvor hier standen, mag erstaunen.
Nachdem man den Platz und sein Umfeld auf sich hat wirken lassen, sollte man nicht versäumen, einen Blick in die Kirchen zu werfen.

 

4   La Martorana

Sich von Mosaiken und Malereien überwältigen lassen, das kann man in dieser ab 1143 erbauten Kirche, die ursprünglich als Zentralbau über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtet wurde. Später erhielt sie die barocke Fassade und den oberen Teil des Turms, der in seinem unteren Teil noch im Originalzustand erhalten ist.
Im Inneren ist die dreischiffige Kirche durch Rundbögen gegliedert, die auf Säulen mit korinthischen Kapitellen ruhen.
Die Deckengewölbe und die Bögen sind mit byzantinischen Goldgrundmosaiken überzogen. Eines der Mosaike zeigt Roger II., wie er von Christus selbst zum König von Sizilien gekrönt wird.

Öffnungszeiten:  8 – 12 und 17.30 – 18.30 Uhr
Eintritt frei

 

 

 

5   Catacombe dei Cappuccini

Die Kapuzinergruft ist weltbekannt als Grablege mit ihren natürlich mumifizierten Toten (später auch fachmännisch ausgeführt) und sie ist eindrücklich für Leute, die das Gruseln lieben genauso, wie selbstverständlich für die Furchtsamen. Ein Besucher beschrieb sein Erlebnis als „a journey into the nightmare“. Von den über 2000 Mumien sind die meisten offen ausgestellt, darunter auch die berühmte der zweijährigen Rosalia Lombardo, die 1920 an der spanischen Grippe starb.

Öffnungszeiten:  9 – 13 und 15 – 18 Uhr
Eintritt:  3 €

 

6   Normannenschloss La Zisa

Der königliche Sommersitz  lässt mit dem Rest seiner Gärten die Besonderheit des Ortes nur noch ahnen. Doch der Bau mit normannischen und arabischen Einflüssen ist durchaus eindrucksvoll. Im 14. Jahrhundert wurde La Zisa zur Festung ausgebaut und erhielt sein heutiges wehrhaftes Aussehen.
Im Inneren des Palastes ist heute das Museum für Islamische Kunst untergebracht.

Öffnungszeiten: Mo bis Sa von 9 bis 18.30 Uhr
Eintritt:  3 €

500 m entfernt erreicht man nach der evtl. Besichtigung der Catacomben einen zweiten Palast La Cuba, den man im Vorbeigehen nicht auslassen sollte. Bei ihm ist der arabisch-normannische Stil noch augenfälliger und wird unterstützt durch das oben umlaufende Fries mit arabischer Schrift.

 

7   Palazzo Reale

Der königliche Palast, auch Palazzo dei Normanni genannt, steht an der höchsten Stelle des mittelalterlichen Stadtgebiets. Er wurde Anfang des 12. Jhdts als Residenz der normannischen Könige von Sizilien erbaut.
Im 16. Jhdt wurde der Ostflügel im Stil der Renaissance umgestaltet und erhielt einen sehenswerten Innenhof. Heute ist der Palast Sitz des Parlaments von Sizilien. (Zugang teilweise frei: Mo, Fr und Sa von 9 bis 12 Uhr)

Unbedingt auch die zum Komplex gehörende Cappella Palatina ansehen, die als Hofkapelle im normannisch-arabisch-byzantinischen Stil errichtet wurde.

Öffnungszeit:  8.15 – 17.45 Uhr
Eintritt:  6 €

 

8   San Giovanni dei Lebbrosi  (2,2 km)

Der älteste Kirchbau der Stadt (1071) im arabisch-normannischen Stil, der seinen Beinamen vom neben der Kirche gebauten Spital für Leprakranke hat.
Neben der Kirche ist vor allem der Kreuzgang gut erhalten.

 

Koper zu Fuß

Prätorenpalast am Titoplatz

 

1   Titoplatz – Titov trg

Am Hauptplatz der alten Stadt liegt der Prätorenpalast (Pretorska palača), der im 13. Jhdt erbaut wurde. Mit seiner Fassade aus der Spätgotik und der Renaissance und den wertvollen Innenräumen gehört der Prätorenpalast zu den herausragenden Palastbauten in Slowenien. An der Ecke einer Seitenfassade ist eine Platte mit einer Öffnung, das typisch venezianische „bocca del leone“ (Löwenmaul) eingemeißelt, das als Beschwerdebriefkasten verwendet wurde.

Auf der gegenüberliegenden Seites des Platzes zeigt der Palazzo della Loggia sein schönes Gesicht mit den sieben Spitzbögen an der Hauptfassade, die auf schlanken Säulen aufbauen.

Eine dritte Seite des Platzes wird von der Kathedrale eingenommen, deren Ursprung im 12. Jhdt ist.  Im Inneren findet man auch ein Gemälde von Vittorio Carpaccio.

 

2   Da-Ponte-Brunnen

1432 errichtet, 1666 in die heutige Form gebracht (am Prešernov-Platz). Der Brunnen fällt auf mit seiner Gestaltung, die an die Kanalbrücken Venedigs erinnert.

 

3   Muda-Tor  –  Vrata Muda

Einst hatte die doppelte Stadtmauer insgesamt 12 Tore, wobei dieses südliche 1516 erbaute (am Ausgang des Prešernov-Platzes) mit seinen weißen Steinen aus Istrien übrig geblieben ist. Interessant ist auch die kleine Pforte daneben aus grobem Stein.

 

4   Rotunda sv Elija

Das aus der Mitte des 11. Jhdts stammende, auch Rotunde der Himmelfahrt Marias genannte Bauwerk ist das älteste frührömische Denkmal in Koper.

 

5   Carpaccio Haus und Platz

Auf dem Carpaccio Platz steht die Säule der heiligen Justina, an deren Gedenktag 1571 die Seeschlacht von Lepanto gegen die Übeermacht der Osmanen überraschend siegreich beendet wurde, an der auch eine Galere mit Kämpfern aus Koper teilnahm. Außerdem liegt hier ein schweres Säulenfragment (Kapitell).
Das venezianisch-gotische zweistöckige Wohn-Gebäude am Platz soll das Geburtshaus des Malers Vittorio Carpaccio (*1465  † 1525/26) sein.
Auf der anderen Seite schließt die Taverna den Platz ab, eine Säulenhalle, die zu venezianischer Zeit als Salzlager und als Markthalle in Nutzung war. 

 

Palamos zu Fuß

 

1   Fischereimuseum

Die Fischerei ist in Palamos ein bedeutender Wirtschaftszweig, was man im Fischereihafen beobachten kann.
Das Museu de la Pesca ist einzigartig im Mittelmeerraum. Mittlerweile ist es über die Grenzen Spaniens hinaus bekannt und wurde im Jahr 2005 zu einem der herausragenden Museen Europas mit einer besonderen Empfehlung gekürt.

Öffnungszeiten:  10 – 19 (21) Uhr  (Mittagspause)
Eintritt:  5 €

 

2   Strand

Soweit das Auge blickt, kann man am Strand entlang laufen. Ungefähr 4 km sind es vom Fischereimuseum bis zu den Felsen (Roca dels Musclos) am westlichen Ende der Bucht.

 

3   Castell de Sant Esteve

Zur anderen Seite sind es ebenso knapp 4 km bis zur ehemaligen Festungsanlage, die auf römischen Fundamenten erichtet worden war und zum Ausgangspunkt wurde für die Hafensiedlung Port Reial de Palamós. Reste des Castells sind aber nur wenige erhalten.
Die Stadt wurde dann ebenso befestigt  und durch die Zitadelle Sa Punta  abgesichert. Im neunjährigen Krieg und im spanischen Bürgerkrieg wurde sie aber wiederholt zerstört und ist nie wieder zu einer ähnlichen Bedeutung gekommen wie zuvor als königlicher Hafen.
Die Universität von Girona hat begonnen, an der kleinen Ruine des Castells archäologischen Ausgrabungen vorzunehmen, die besonders dem römischen und iberischen Ursprung der Bebauung des Ortes gewidmet sind.

 

4   Santa Maria del Mar

Eine Kirche geht immer. Diese ist wie viele andere in Jahrhunderten zu ihrer heutigen Gestalt gewachsen. Die einschiffige Kirche zeigt Elemente aus unterschiedlichen Stilepochen.

 

Brindisi zu Fuß

der Duomo mit der Porta dei Cavalieri Templari (links)

 

Der Hafen Brindisi wurde schon von den Römern als Flottenstützpunkt benutzt. Von hier aus konnte man Passagen nach Griechenland bekommen. Die Via Appia wurde bis hierhin verlängert, ihr Ende ( 6 ) kann man am Hafen sehen.
Im Mittelalter wurde der Hafen ein wichtiger Stützpunkt für die Kreuzzüge. Hier versammelten sich immer wieder Kreuzritter, bevor sie aufbrachen ins Heilige Land. Dementsprechend war der Templerorden stark vertreten in der Stadt. Kaiser Friedrich II. war kurze Zeit auch König von Jerusalem und hatte durch Verhandlungen die Stadt wiedergewonnen. Er ließ den Hafen Brindisi 1238 neu befestigen auch weil er sich gegen Angriffe des Papstes und seiner Verbündeten wehren musste.

 

1   Castello Federiciano

Der Innenhof des Castello ist von sehr hohen Mauern mit mehreren Türmen umgeben. Die Entstehung des Castello datiert zurück in das 11. bis 12. Jhdt. Im Verlaufe der Jahrhunderte wurden vielseitige und auch gravierende bauliche Änderungen und Ergänzungen vorgenommen. Zum Ende des 15. Jahrhunderts hin wurde das Anwesen dann als Schloss an die damalige ‚Republik von Venedig‘ übergeben.

 

2   Duomo

Der barocke Dom hat seinen Ursprung im Mittelater und war einmal die örtliche Hauptkirche der Tempelritter. Die neben dem heutigen Eingang gelegene Porta dei Cavalieri Templari gibt einem eine Vorstellung vom ursprünglichen Aussehen des Doms. Mit ihren verzierten Säulenkapitellen, den Spitzbögen und dem Kreuzrippengewölbe ist sie das letzte Überbleibsel der Templerkirche. Der Dom selbst fand seine heutige Gestalt erst im 18. Jhdt nach einem vollständigen Umbau.

 

4   Tempio di San Giovanni al Sepolcro

Das am Ende des 11. Jhdts in Kreisform errichtete Gebäude ist dem heiligen Grab gewidmet. Die von den Normannen errichtete Kirche weist die typische runde Form auf, die von den Templern bevorzugt wurde.
Die Verbindung mit den Tempelrittern, die in Brindisi manchen Einfluss hatten, ist auch hier unübersehbar. Später, als sie in Ungnade gefallen waren, mussten sie diese Kirche und andere Vermögenswerte an die Ritter des Johanniterordens abgeben . Viele interessante Details sind zu entdecken in den Fresken und Ornamenten.

Adresse: Via S. Giovanni al Sepolcro 5

 

3  Museum Francesco Ribezzo

Das Museum, benannt nach dem gleichnamigen Forscher der messapischen Kultur (Messaper waren ein Volk mit eigener Sprache in Apulien), zählt zu den bedeutenden archäologischen Ausstellungen Süditaliens. Das Gebäude beherbergt unter anderem Sammlungen frühzeitlicher Inschriften, Statuen und eine Abteilung der Antike. Der Besucher findet Originalexponate aus der Zeit von 5. Jhdt vor Chr. bis hin zum 5. Jhdt nach Chr., desweiteren zahlreiches Kartenmaterial und Fotografien.

Adresse:  Piazza Duomo 7

Öffnungszeit:  tgl. ab 9 Uhr
Der Eintritt ist frei.

 

5   Chiesa di San Benedetto

Die Ursprünge des Klosters an dieser Stelle, zu dem die romanische Kirche gehört, liegen möglicherweise schon vor dem 11. Jhdt. Die schlichte Kirche besitzt drei Kirchenschiffe, getrennt durch Säulen mit korinthischen, mit Tierfiguren (Stiere, Löwen und Widder) verzierten Kapitellen unter einem Kreuzrippengewölbe. Das frühere Kloster hat einen sehr schönen Kreuzgang.

Via Marconi 2
Öffnungszeiten:  17.30 – 19 Uhr

 

7   Santa Maria del Casale

Auf dem Weg ins Heilige Land und auf dem Rückweg von den Kreuzzügen kamen zahlreiche Kreuzritter hier vorbei, um göttliche Gunst zu erbitten oder um sich und ihre Geschichte mit der Darstellung in den Fresken der Kirche zu verewigen.
1310 wurde die Kirche Sitz einer der Kanzleien im Prozess gegen die Tempelritter. Hier fanden Verhöre statt und wurden Dokumente gesammelt.  Dass gleich der gesamte Templer-Prozess in Brindisi stattgefunden hat, entspricht aber wohl nicht der Wahrheit. Im 16. Jhdt wurde der Komplex von Franziskanermönchen um das Kloster und den Kreuzgang erweitert.
Das Kircheninnere war früher ganz mit Fresken ausgemalt, von denen noch viele erhalten geblieben sind.

Die Kirche liegt auf der anderen Seite des Hafens (gegenüber dem Castell) und ist etwa 2 km entfernt.

 

8   Corso Giuseppe Garibaldi

Eine Meile Mode, Schuhe, Schmuck und ähnliches findet man hier. Viel Spaß.

 

Marseille zu Fuß

Blick über den alten Hafen zur Kathedrale

 

Die in der Antike als griechischer Handelsstützpunkt gegründete Stadt hat viele Fremdherrscher gesehen und weckte wegen ihrer herausragenden Eignung als natürlicher Hafen an der sonst abweisenden Küste immer wieder Begehrlichkeiten.
Im Mittelalter wurde die Bevölkerung durch die Pest um die Hälfte dezimiert.
Während der Französischen Revolution kämpften Freiwillige aus Marseille in Paris. Das Lied, das sie sangen wurde zur französischen Nationalhymne (Marseillaise).
Während der Besatzung durch die Deutschen im 2. Weltkrieg wurde ein Großteil der Altstadt gesprengt (1924 Gebäude), womit großeTeile der mittelalterlichen Anlage ausgelöscht wurden.

 

1   Fort Saint-Jean

©  Bernhard-Mayr_pixelio.de

Die Ordensritter der Johanniter, nach denen das Fort benannt ist, ließen sich hier im 13. Jhdt nieder an der Stelle, wo seit der Antike Befestigungsanlagen gebaut wurden. Auf der anderen Seite des Hafens wurde das Fort Saint-Nicolas ( 8 ) gebaut, von dem aus der Zugang zum Hafen mittels einer Kette verschlossen werden konnte.

Ebenfalls auf der gegenüberliegenden Hafenseites sieht man das Palais  du Pharo,  das unter Napoleon III. als kaiserliche Residenz erbaut wurde, aber so viele Bauverzögerungen erlebte, dass der Kaiser und Eugénie hier nie lebten.

 

2   Église Saint-Laurent

Die eindrucksvolle romanische Kirche aus dem Jahr 1150 ist in dem schlichten Stil der Provence gebaut. Auch sie wurde durch die Sprengungen beschädigt und erst in neuerer Zeit restauriert.

 

3   Cathédrale Sainte-Marie-Majeure

Kirchen wurden an diesem Ort schon in der Frühzeit des Christentums ab dem 4. Jhdt gebaut  und immer wieder zerstört. In der Mitte des 19. Jhdts stand hier nur noch eine Ruine, aus der ab 1852 das monumentale neoromanisch-byzantinische Gotteshaus erbaut wurde. Die vielen Kuppeln verleihen ihr den byzantischen Eindruck, der sich so auch im Inneren fortsetzt.

 

4   Vieille Charité

Das ehemalige Armenhospiz befindet sich im Zentrum des Panier-Viertels und dient heute als Museums- und Kulturzentrum. Ein dreistöckiger Arkadengang umgibt den Hof mit der Kapelle in der Mitte. Gebaut wurde die Anlage ab 1671.
Die barocke Kapelle erhielt 1863 eine klassizistische Vorhalle mit korinthischen Säulen.

 

5   JustizpalastPavillon Daviel

Anstelle des alten Gerichtsgebäudes, an dem sich auch die Guillotine befand, wurde in der Mitte des 18. Jhdts der Pavillon gebaut. Nach der Verlagerung des Gerichts wurden die Räume zu medizinischen Zwecken genutzt. So entwickelte hier der Augenarzt Jacques Daviel  1745 seine Operationsmethode zur Behandlung des Grauen Stars .

 

6   Porte d’Aix

Ursprünglich war der Triumpfbogen von Ludwig XVI. als  Denkmal für Ludwig XIV. und den Frieden von Paris gedacht, der den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beendete. Er wurde nach einigen Wirren aber mit anderer Bedeutung erst 1839 fertiggestellt.

 

7   Abbaye Saint-Victor

Der Weg um den alten Hafen herum führt am Rathaus vorbei auf die andere Seite und ist 2 km lang bis zur Abtei Saint-Victor de Marseille, die etwa von 360-435 in der Nähe der Gräber der Märtyrer gegründet wurde. Unter diesen Gräbern war das des Viktor von Marseille († 303 oder 304), nach dem die Stadt ihren Namen erhielt.

 

 

Cartagena zu Fuß

 

Die Stadt war seit der Gründung durch die Karthager 230 v. Chr. so etwas wie die Hauptstadt der Karthager auf der iberischen Halbinsel und schon immer wichtig als militätischer Stützpunkt. Nach der Eroberung durch die Römer wurde sie „Karthago Nova“ genannt und erhielt bald durch Caesar den Status einer Kolonie und blieb in ihrer weiteren Geschichte als bevorzugter Hafen umkämpft.

 

1   Castillo de la Concepción
Die Burg, von der nur wenig übrig ist, stammt aus dem 11. Jhdt.
Öffnungszeiten:  10 bis 19 Uhr
Eintritt:  4,25 € (incl. Panorama-Aufzug)

 

2   Römisches Theater

Wenn man den Weg vom Castillo herab kommt, hat man einen schönen Blick auf das römische Theater. Wer sich von den Bauwerken der Antike stärker angesprochen fühlt, als es ein solcher Überblick befriedigen kann, dem bietet sich eine Besichtigung von Innen und das Museum an.

Öffnungszeiten:  10 – 18 (20) Uhr
Eintritt:  6 €

Neben dem Theater ist die Ruine der alte Kathedrale, die  im spanischen Bürgerkrieg zerstört wurde, zu besichtigen.

 

3   Calle Mayor

©  Michael-Lemke_pixelio.de

Die Altstadt ist sehenswert mit ganzen Straßenzügen, die aus prächtigen vom Jugendstil und Modernismus geprägten Häusern bestehen. Daneben finden sich Gebäude aus weiteren Epochen. Ein Spaziergang vom Rathausplatz Plaza Ayuntamiento (Touristeninformation) durch die schöne Calle Mayor mit einigen Abstechern in die Seiten- und Parallelstraßen lohnt sich auf jeden Fall.

 

4   Barrio del Foro Romano

Das Forum und Augusteum waren in der Antike das Zentrum der Stadt, während sich südlich davon das römische Theater befindet.

Öffnungszeiten:  10 – 19 Uhr
Eintritt:  5 €

 

Split zu Fuß

Die Innenstadt von Split mitsamt dem Diokletianspalast, auf den der Ursprung der Stadt zurückgeht, wurde 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Schöne Übersichtsperspektiven hat man von den Spitzen der östlichen und der westlichen Hafenmole.

 

1   ObstplatzVoćni trg

Der Platz hat seinen inoffiziellen Namen von dem Obstmarkt, der hier früher stattfand und ist ein schöner lebendiger Platz, der neben netten Cafes mit einigen Sehenswürdigkeiten aufwartet.

 

2   Venezianischer Turm – Mletačka kula

Der achteckige venezianische Turm ist mit der anschließenden Mauer der Rest einer ehemaligen Festung aus dem 15. Jhdt. Dem Turm gegenüber befindet sich der prunkvolle Palast der alten Familie Milesi aus dem 17. Jhdt mit seiner wunderschönen Barockfassade.

 

3   Diokletianpalast 

Das ehemalige Gebiet des Palastes wird heute von der Altstadt ausgefüllt, in der noch bedeutende Reste des Palastes erhalten sind. Erbaut wurde er als Kombination einer kaiserlichen Sommerresidenz und eines römischen Militärlagers (Castrum). Seine Ausmaße sind durch die Hafenfront und den rechteckigen Straßenverlauf zwischen Ul. Marka Marulića im Westen, Ul. Majstora Jurja im Norden und Ul. Hrvoja Vukčića Hrvatinića immer noch gut auszumachen.

 

4   Kathedrale des hl. Domnius – Katedrala Sv. Duje

Sie ist eine der kleinsten Kathedralen der Welt und war einmal das Mausoleum des römischen Kaisers Diokletian, womit sie auch eine der ältesten Kirchen der Welt ist. Als Christen im 7. Jhdt auf der Flucht nach Split kamen und dort den verlassenen Kaiserpalast des Diokletians übernahmen, wurde dessen Mausoleum von ihnen zu einer Kirche gemacht
(unbedingt von innen ansehen). Der Bau des Turms wurde vom 13. bis 16. Jhdt durchgeführt.

 

5   Tore und Mauer

Überall trifft man auf Reste der alten vermeintlichen Stadtmauer, die in Wirklichkeit die Mauer um den Palast des Diokletian ist. Vier Tore führten durch sie hindurch. Das Silberne liegt östlich, das Bronzene südlich zum Hafen, das am besten erhaltene Eiserne westlich und das Goldene nördlich.

 

6   Papalic Palast

Der prächtige gotische Palast (venezianisch) mit seinem schönen Innenhof wurde im 15. Jhdt erbaut. Das Gebäude beherbergt heute das Stadtmuseum, in dem eine Sammlung von Skulpturen und alten Waffen untergebracht ist, sowie eine Ausstellung der Stadt, wie sie im 19. Jhdt war.

 

7   Der Volksplatz – Narodni trg

Der Platz wird zum ersten Mal im 13. Jhdt als Platz des hl. Laurentius erwähnt und formt den ersten besiedelten Teil der Stadt Split außerhalb des römischen Diokletianspalastes, an dessen westlicher Seite sich dieser Platz befindet. Heute lassen sich dort viele Gebäude im gotischen, venezianischen und Renaissancestil bewundern. Hier sticht besonders der Kommunalpalast, in dem sich heute das ethnographische Museum befindet, hervor.

 

8   Platz der Republik

Der Platz wurde im 19. Jhdt erbaut und bietet einen schönen Blick auf die Uferpromenade. An ihm stehen Verwaltungsgebäude und der Palast des venezianischen Stadthalters.

 

 

Athen (Piräus) zu Fuß

 

Das Zentrum Athens ist etwa 15 km vom Cruise Terminal in Piraeus entfernt.

  • Taxis in die Stadt kosten zwischen 15 und 20 €, geteilt durch 4 bei der optimalen Nutzung ist das akzeptabel.

  • Es gibt eine express bus Verbindung (X80)  zwischen dem Cruise Terminal in Piraeus und Athen. Die Buslinie bringt einen bis zum Syntagma Square, an dem sich das griechische Parlament befindet. (Eine Station vorher steigt man bei der Akropolis aus.) Die Fahrt dauert 25 bis 30 min und kostet 4 € als Tagesticket, das auch für Metro und andere öffentliche Busse gilt.
  • Mit der Metro (die meistens über der Erde fährt) kommt man schnell und kostengünstig in die Stadt. Es sind nur 15 min von der Piraeus ISAP Metro Station bis nach Monastiraki im Zentrum Athens. Von dort aus kann man zu Fuß zur Plaka und zur Akropolis kommen. Man nimmt die Grüne Linie in Richtung Kifissia. Ein kombiniertes Ticket (Bus/Metro) kostet nur  € 1.40 und ist nach der Entwertung 90 min gültig.
    Der Fußweg vom Cruise Terminal zur Metro Station dauert allerdings etwa 20 – 30 min. (2,4 km).

 

1   Syntagma-Platz und Parlament – Πλατεία Συντάγματος

©  Bildpixel_pixelio.de

Das neue königliche Schloss wurde ab 1836 in seiner reduzierten klassizistischen Formensprache gebaut auf dem gleichzeitig als Zentrum der neuen Innenstadt angelegten Πλατεία Συντάγματος (Platz der Verfassung). Bis zur Abschaffung der Monarchie  1924 blieb es Sitz der Königlichen Familie und wurde ab 1934 nach Umbauten als Parlamentsgebäude genutzt.
Der gerne fotografierte Wachwechsel der Evzonen mit ihrem eigentümlichen folkloristischen Ritual findet stündlich statt.

 

2   Kapnikarea-Kirche – Ιερός Ναός Παναγίας Καπνικαρέας

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In Richtung Westen der Hermes-Straße (Ermou) folgend, trifft man auf die mittelbyzantinische Kirche aus dem 11. Jhdt. Sie ist auf den Grundmauern eines antiken Tempels der Athena oder Demeter errichtet worden.
In der Nähe befinden sich die Markthalle und das Rathaus.

 

3   Römische Agora

©  Bildpixel_pixelio.de

Bei der Römischen Agora handelt es sich um einen 111 m × 98 m großen rechteckigen Platz, der von Säulengängen umgeben ist. In den Säulengängen waren Geschäfte untergebracht. Im Westen betrat man die Römische Agora durch das Tor der Athene Archegetes, ein Tor mit vier dorischen Säulen. Der östliche Zugang war ein ionisches Propylon (an eine Tempel erinnernder Vorbau). Auf der Ostseite des Platzes steht der achteckige Turm der Winde aus dem 2. Jhdt, der als Uhr und Wetterwarte fungierte. Nordöstlich schließen sich die Ruinen der Hadriansbibliothek an.

 

4   Agora Aγορά

Hier stehen wir am Ursprungsort unseres westlichen Denkens und damit unserer Kultur. Der Maler der Rennaissance Raffael hielt das eindrucksvoll in seinem Bild „Die Schule von Athen“ fest, das uA Sokrates zeigt und die Wirkungsgeschichte seiner Philosophie. Hier hat er vor fast 2500 Jahren jeden Tag gestanden und gelehrt, ist in der großen Säulenhalle, der Stoa * gewandelt und hat im Disput seine Gedanken entwickelt. Zu verdanken haben wir das zu einem guten Teil seiner Frau Xanthippe, von der Nietzsche sagte, dass sie ihn hineintrieb „in seinen eigentümlichen Beruf, indem sie ihm Haus und Heim unhäuslich und unheimlich machte: sie lehrte ihn, auf den Gassen und überall dort zu leben, wo man schwätzen und müßig sein konnte und bildete ihn damit zum größten athenischen Gassen-Dialektiker aus.“
Wie gut, dass damals die Eckkneipe in ihrer rheinischen Form noch nicht erfunden war, an deren Tresen heute oft noch aus ähnlichen Gründen philosophiert wird.
(* Die in Jahrhunderten verloren gegangene Säulenhalle wurde in den Jahren 1952 bis 1956 rekonstruiert. Hier fand 2003 die feierliche Unterzeichnung des Beitrittsvertrages der EU-Erweiterung um zehn Länder statt.)

 

5   Tempel des Hephaistos  –  Ἡφαιστεῖον

(13,70m breit / 31,80m lang – zum Vergleich Parthenon: 30,86 × 69,51 Meter) Die Proportionen der Bauausführung sind in vielen Teilen denen des größeren Parthenons gleich, der eben fertiggestellt worden war (450 v.Chr.), als der Bau des Tempels des Hephaistos begonnen wurde. Im Gegensatz zum Parthenon verfügt das Hephaisteion noch über alle Säulen, und selbst das Dach ist weitgehend intakt. Die Friese und anderen Verzierungen wurden jedoch im Lauf der Jahrhunderte stark beschädigt. Der Tempel blieb erhalten, da er im fünften Jahrhundert in eine christliche Kirche umgewandelt wurde, die dem Heiligen Georg gewidmet war.

 

6   Apostelkirche – Αγιοι Αποστολοι 

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Sie wurde während der Ausgrabungsarbeiten auf der Agora restauriert. Im 2. Jhdt v. Chr. war sie über einem Nymphäum errichtet worden. Der schöne Innenraum mit byzantinischen Malereien ist sehr sehenswert, ebenso die Außenmauem aus Bruchstein mit Ziegel-Verzierungen.

 

7   Plaka – Πλάκα

Man sieht es den Häuserfassaden (meist aus dem 18. Jhdt) heute nicht an, dass ihre Grundmauern häufig antiken Ursprungs sind. Die ehemalige Altstadt macht einen eher unbedeutenden Eindruck und wird durch kommerzielle Angebote für Touristen geprägt. So schrieb die Athener Zeitung „Eleftherotypia“ einmal, die Touristen breiteten  das „Leichentuch“ über die Plaka. Dabei blieben die Athener sich aber der eigenen Verantwortung für das Sterben der Altstadt wohl bewusst.

 

8   Hadrianstor und Olympieion

Im 6. Jhdt vor Chr. war der mit 108 × 41 Metern  riesige Bau begonnen worden. Fertiggestellt wurde er erst nach vielen Jahrhunderten (132 n. Chr.), in denen sein Material immer wieder für diverse andere Bauten verwendet wurde. Die noch heute vorhandenen Reste zeigen den Entwurf, wie er unter Hadrian vollendet wurde.

 

9   Akropolis und Akropolismuseum 

Das Museum hat den Vorteil, dass es klimatisiert ist. Andererseits lockt manche der Traum „einmal auf der Akropolis stehen„. Antike Relikte gibt es da reichlich unter oft brennender Sonne. Das bisher Gesehene entscheidet darüber, ob man gesättigt oder noch hungrig ist.

Eintritt:  20 bis 30 €
(incl. Akropolis, Griechische Agora mit Museum, Römische Agora, Kerameikos mit Museum, Hadrians Bibliothek, Olympieion – KombiTicket kaufen an einer der Stätten aber wegen des Andrangs nicht an der Akropolis)

Akropolismuseum – Eintritt:  5 €

 

Istanbul zu Fuß

 

Mit etwa 15 Millionen Einwohnern gehört Istanbul zu den größten Metropolregionen der Welt. Die Geschichte der Stadt reicht über Konstantinopel und Byzantion bis in die Antike und umfasst das Geschick vieler Kulturen.
Auf Schritt und Tritt gibt es Interessantes zu sehen und kennenzulernen, so dass eine Auswahl immer auch eine Abwahl bedeutet. Das ein oder andere begegnet uns zu unserer Freude einfach, anderes müssen wir auslassen.

 

1   Sultan-Ahmed-Moschee – Blaue Moschee

Von 1609 bis 1616 erbaut nach der Übernahme der kaum 500 Meter entfernten Hagia Sophia ist sie heute Istanbuls Hauptmoschee und ein Hauptwerk der osmanischen Architektur.

 

2   Hagia Sophia

Ehemalige byzantinische Großkirche, die später eine Moschee wurde und heute als Museum (Ayasofya Camii Müzesi, „Hagia-Sophia-Moschee-Museum“) genutzt wird.
Die Kuppelbasilika war im 6. Jhdt n. Chr. ein besonders ambitioniertes Bauvorhaben und gilt in ihrer architektonischen Einzigartigkeit oft als eine Kirche ohne Vorbilder und ohne Nachahmung. Die Kuppel der Hagia Sophia bleibt mit 32 Meter Spannweite bis zum heutigen Tage die größte über nur vier Tragepunkten errichtete Kuppel der Architekturgeschichte. Wegen dieser immensen, nahezu schwerelos über dem freien Hauptraum schwebenden Kuppel galt die Kirche in der Spätantike als achtes Weltwunder. Über die Jahrhunderte sind damit bis heute einige statische Probleme verbunden, deren bauliche Konsequenzen man in den vielen nachträglich angebrachten Stützpfeilern und -mauern erkennen kann. Umsomehr wundert es Fachleute, dass das Gotteshaus viele Erdbeben relativ unbeschadet überstanden hat.
1453 wurden nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen christliche Insignien, die Inneneinrichtung, Dekorationen und Glocken der Hagia Sophia entfernt oder unter Putz und Farbe versteckt. Anschließend wurde die Kirche als Hauptmoschee der Osmanen übernommen und ihre Architektur wurde seitdem stilbildend für die Gebetsräume des Islam.  Die berühmteste Rezeption steht gleich nebenan, die Sultan-Ahmed- oder Blaue Moschee. Bis heute ist darum  die geläufigste Bauform der Moschee der Zentralkuppelbau (wie zB der Neubau in Köln), während in den ersten Jahrhunderten der islamischen Geschichte noch der Typus der Pfeilerhallenmoschee üblich war (wie z. B. die Mezquita von Córdoba oder die Umayyaden-Moschee in Damaskus)

Öffnungszeiten:  9 – 19 Uhr
Eintritt:  12 €

Im Umfeld der Hagia Sophia findet man die Fontaine d’ablution de la Sainte-Sophie, die  1453 nach der Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee als Brunnen für die rituellen Waschungen vor dem Gebet angelegt wurde und die Prince Tomb – Şehzadeler Türbesi , das Mausoleum für Prince Mehmet, das zusammen mit vier weiteren im in dem kleinen zur Moschee gehörenden Garten angelegt wurde.

 

3   Topkapi-Palast und Museum

©  Bildpixel_pixelio.de

Er war jahrhundertelang der Wohn- und Regierungssitz der Sultane sowie das Verwaltungszentrum des Osmanischen Reiches.
Mit dem Bau wurde bald nach der Eroberung Konstantinopels (1453) begonnen.
Heute ist der Palast ein Museum.

Öffnungszeiten:  9 – 16.45 Uhr (Di geschlossen)
Eintritt:  ca 10 €

 

4   Cisterna Basilica – Versunkener Palast

Die spätantike Zisterne westlich der Hagia Sophia  ist eine beeindruckende Sehenswürdigkeit. Noch von Kaiser Konstantin in Auftrag gegeben, wurde die 138 Meter lange und 65 Meter breite unterirdische Anlage unter Kaiser Justinian etwa im Jahr 542 als Wasserspeicher für den Großen Palast fertiggestellt. Das Gewölbe ruht auf über 300 Säulen (8 m hoch) mit überwiegend korinthischen Spolienkapitellen, was im Klartext bedeutet, die Kapitelle (und Säulen) wurden geklaut oder im besten Fall aus heruntergekommenen Bauten recyclet.

Öffnungszeiten:  9 – 17.30 Uhr
Eintritt:  ca 4 €  (und die angenehme Kühle umsonst)

 

5    Hippodrom

Neben der Blauen Moschee befindet sich das in der Antike nach dem Vorbild des römischen Circus Maximus angelegte  Gelände. Dieses Hippodrom Konstantins besaß eine Länge von 429 Metern und eine Weite von 119 Metern und bot Platz für etwa 100.000 Zuschauer.  Heute sind hier Denkmale aus verschiedenen Epochen aufgestellt wie der Obelisk des Theodosius,  die Schlangensäule aus dem Tempel des Apollon in Delphi und der Deutsche Brunnen zur Erinnerung an einen Besuch des Kaisers Wilhelm II.

 

6   Der Große Basar (Kapalı Çarşı)

Er ist wirklich unvorstellbar groß. Geschätzt oder gezählt kommen hier ca 4000 Geschäfte unter. Die Gassen sind thematisch gegliedert und so wandert man von Eindruck zu Eindruck jeweils verstärkt durch die Summe der Geschäfte – man kann sich richtig sattsehen. 
Dabei sollte man schon wissen, worauf man sich einlässt. Wer den Basar besucht, den stört das Getümmel nicht, den ärgert nicht die Zudringlichkeit der Verkäufer, der verliert nicht die Nerven wegen der Unübersichtlichkeit und den schreckt der Lärm nicht, weil er genau diese orientalische Umtriebigkeit und Stimmung sucht.

 

7   Süleymaniye-Moschee

Mitte des 16. Jhdts erbaut nach dem von der Hagia Sophia übernommenen Bauprinzip. Die Hauptkuppel ist 53 m hoch und hat einen Durchmesser von 27,25 m (Hagia Sophia 32 m).
Der Gesamtkomplex umfasst neben der Moschee und ihren Einrichtungen noch folgende Bauten:

  • Mausoleen
  • Friedhof
  • Haus der Friedhofswärter (Türbedar Oda)
  • Astronomisches Observatorium (Muvakkithane)
  • mehrere Schule und Fakultäten
  • Krankenhaus (Dar-üş Şifa)
  • Armenküche (Imaret)
  • Karawanserei/Hospiz (Tabhane)
  • Wasserverteilstation (Taksim)
  • Öffentliches Bad (Hamam)
  • Brunnen
  • Latrinen

 

8   Chora-Kirche/Museum – Kariye Müzesi

Die kleine Schwester der Hagia Sophia erfuhr das gleiche Geschick, sie wurde von Erdbeben geschüttelt, zu einer Moschee gemacht und ist heute ein Museum. Doch eines unterscheidet die deutlich kleinere und von außen eher unscheinbare Kirche/Moschee: Obwohl die Erdbeben vieles beschädigt haben, wurden in ihr  Mosaiken und Fresken aus der Spätphase der byzantinischen Kunst erhalten, die zu den bedeutendsten und aufwendigsten Darstellungen dieser sakralen Kunst weltweit gehören.

 

Bilbao zu Fuß

Das Guggenheim Museum ist ein architektonisches Highlight.

 

Der Cruise Port liegt 13 km vor der Stadt. In der Nähe befinden sich einladende Strände. Mit dem Shuttle oder öffentlichen Verkehrsmitteln geht es in die Stadt. Die nächste Metrostation Neguri ist 1,4 km vom Anleger entfernt und bringt einen direkt ins Zentrum (Station Moyua).

 

1    Iglesia de San Nicolás

Nach dem Verlust eines Vorgängerbaus durch eine Überschwemmung wurde 1756 die barocke Kirche mit den beiden Türme und der achteckigen Kuppel gebaut.

 

2    Catedral de Santiago 

Die Kirche im Herzen der Altstadt Casco Viejo  wurde abgesehen von der neugotischen Portalfassade, von Ende des 14. bis Anfang des 16. Jhdts erbaut.
Die Jakobsmuschel im Nordportal Puerta del Ángel weist auf die Bedeutung der Kirche für die Pilger auf dem Jakobsweg hin. In der Krypta finden sich Reste der  romanischen Stationskapelle für die Jakobspilger.  Der Innenraum der Kirche ist klar und stimmig in seinen Proportionen.
Die Altäre sind überwiegend barock.

 

3    Plaza Nueva – Plaza Berria

In den Säulengängen dieses neoklassischen Gebäudekomplexes aus der Mitte des 19. Jhdts sind Bars, Restaurants und Cafés zu finden und man findet immer ein Plätzchen, um das angeregte Flair des Platzes zu genießen.
Jeden Sonntag findet hier ein Straßenmarkt für Sammler mit gebrauchten Büchern und Schallplatten, Mineralen und Fossilien, Münzen und Briefmarken, Handwerkskunst u.v.m. statt.

 

4    San Vicente de Abando

Ein Renaissanceportal mit steinernem Bogen, über dem der Kirchturm in die Höhe ragt, empfängt die Besucher und leitet sie in das Innere der imposanten Hallenkirche, die ab 1549 gebaut wurde.
Die dreischiffige Kirche  ist reich geschmückt mit Golddekorationen, die sowohl das dekorative Kreuzgewölbe als auch die Kapellen und Altarbilder einnehmen.
1901 entstand der dreifenstrige Glockenturm im neo-barocken Stil, der den vom Einsturz bedrohten alten Turm ersetzte.
Die kleine Grünanlage Jardines Albia direkt an der Kirche lockt zum Verweilen.

 

5    Rathaus

Wo früher das alte Kloster San Agustín lag, wurde Ende des 19. Jhdts das Rathaus gebaut. Der Stil ist eklektisch zu nennen, d.h. es werden verschiedene Stile historisierend zitiert.
Vom Ufer des Flusses Nervión hat man einen guten Blick auf das Rathaus.
Im Inneren kann man den Plenumssaal und den Flur mit Treppen im Neorenaissancestil und den Empfangssaal im neoarabischen Stil besichtigen.

 

6   Zubizuri

Die schräge Fußgängerbrücke mit der ihr eigenen Asymetrie dagegen stimmt schon ein auf einen eigenständigen architektonischen Ausdruckswillen. Und ja, es ist wieder einmal der Architekt Santiago Calatrava am Werk gewesen.

 

7   Guggenheim Museum

Der kanadisch-US-amerikanische Architekt  Frank O. Gehry hat dieses grandiose Museum (siehe Bild oben) geschaffen und damit der modernen Kunst, die es zeigt, eine würdige Heimstatt gegeben.  Das Gebäude wurde 1997 nach einer 4-jährigen Bauzeit fertiggestellt und ist für seinen dekonstruktivistischen Baustil berühmt.
Die Zahl der erwarteten jährlichen 600.000 Besucher wurde in jedem Jahr übertroffen und hat sich bei jährlich 1 Million eingependelt.

Öffnungszeite:  10 -20 Uhr (außer Mo)
Eintritt:  16 €

 

Praia da Victoria zu Fuß

 

Wie der Name schon sagt, ist der Strand der Ausgangspunkt dieser kleinen Stadt, die im 15. Jhdt einmal Hauptstadt der Insel Terceira war.

Viele Häuser im Stadtzentrum sind mit Erkern und schmiedeeisernen Fenstergittern geschmückt wie z. B. in der Hauptgeschäftsstraße Rua Jesus. Ein besonders repräsentatives Bürgerhaus ist die Casa das Tias, vor der ein Denkmal an den berühmtesten Sohn der Stadt, den Schriftsteller Vitorino Nemésio, erinnert.

 

1   Grünanlagen

Gegenüber der Markthalle befindet sich der Stadtgarten Jardim Municipal, in dem ein 1879 errichtetes Denkmal an den portugiesischen Politiker José Silvestre Ribeiro (1807-91) erinnert. Er erwarb sich große Verdienste beim Wiederaufbau der Stadt nach dem Erdbeben von 1841.

 

2   Igreja do Senhor Santo Cristo

Die Kirche Igreja da Misericordia, auch bekannt unter dem Namen Igreja do Senhor Santo Cristo, von 1521 wurde nach teilweise Zerstörung durch einen Großbrand 1921 wieder aufgebaut.

Império dos Marítimos

In ihrer Nähe befindet sich am Platz Largo José São Ribeiro die Heilig-Geist-Kapelle , die 1877 von Fischern erbaut wurde, die von der Nachbarinsel Pico stammten.

 

3   Câmara Municipal

Am schönsten Platz der Stadt Largo Francisco Ornelas da Câmara liegt das nach dem Erdbeben von 1614 im ursprünglichen Stil wieder aufgebaute Rathaus Paços do Conselho mit seinem Glockenturm, dessen Baustil an den Norden Portugals erinnert.

 

4   Igreja de Santa Cruz

Die 1456 erbaute und im 19. Jhdt umgestaltete Kirche zeigt im Inneren einen reich gestalteten Altarbereich in einem sonst abgesehen von dem gewaltigen Kronleuchter eher schlicht gestalteten Raum, was dem Gesamteindruck aber zugute kommt.

 

5   Festung Santa Catarina

Der kilometerlange Hafendamm von Süden aus bildet in der Bucht zusammen mit dem Wellenbrecher der Nordmole ein Hafenbecken. Die Südmole beginnt südlich der Stadt in Cabo da Praia. Dort sind wenige Reste  des Forte de Santa Catarina aus dem 16. Jahrhundert erhalten.  (etwa 3,2 km)

 

6   Miradouro do Facho

Einen schönen Blick über die Stadt und ihre Bucht hat man vom Miradouro da Serra do Facho. Von hier aus überblickt man das gesamte Panorama der natürlichen Meeresbucht mit Stadt und Hafen. (etwa 1,8 km)

 

7   Strand

Am schönen großen Strand sind Reste von Schutzmauern zu sehen, die gegen Flutwellen und gegen Überfälle von Piraten aus behauenen Lavablöcken erbaut wurden.

 

Ponta Delgada zu Fuß

Praça Gonçalo Velho Cabral am Abend

 

1   Praça Gonçalo Velho Cabral

Der zentrale Platz wurde nach dem ersten Inselverwalter benannt, dem hier auch ein Denkmal gewidmet ist. Die Gebäude mit den Arkadengängen  auf der West- und Ostseite des Platzes, lagen früher direkt am Meer. Hier wurden im 18. und 19. Jhdt Handelswaren umgeschlagen.
Bevor man das Ufer mit einer Mole befestigte, stand auch das dreibogige Stadttor Portas da Cidade aus dem Jahr 1783 als Tor zur Stadt unmittelbar an dem kleinen Hafen. Es ist heute das Wahrzeichen der Stadt.

 

2   Rathaus

Am einem angegliederten weiteren Platz ist das interessante barocke Rathaus aus dem 17. Jhdt zu finden, das ursprünglich als Wohnsitz einer noblen Familie errichtet worden war. In dem mit reichlich wertvollen antiken Möbeln ausgestatteten Erdgeschoss finden regelmäßig Ausstellungen lokaler Künstler statt.

 

3   Igreja Matriz De São Sebastião

©  Alexander-Dreher_pixelio.de

Die Hauptkirche der Stadt wird bei den Einheimischen häufig nur „Matriz“ genannt. Ab 1531 war diese Kirche zunächst als Wallfahrtskapelle errichtet worden als Dank für die Verschonung vor der Pest, die im selben Jahr ihren todbringenden Feldzug auf der Insel beendet hatte.
Der ursprünglich spätgotischen Kirche fügte im 18. Jhdt barocke Elemente hinzu. Die Schnitzereien im Inneren wie der Schnitzaltar, bunte Fenster und Kacheln verdienen eine besondere Betrachtung.

 

4   Igreja de Sao Jose

Die Kirche gehörte einmal zum Convento de Nossa Senhora de Conceicao. 60 Jahre benötigte man für den Bau im 16. Jahrhundert. Die Front des dreischiffigen Baus stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Zur Igreja de São José gehört auch die links davon liegende, erst später angebaute, Kapelle Nossa Senhora da Dores, ein Paradebeispiels der barocken Baukunst auf den Azoren.

 

5   Igreja de Todos-os-Santos

Die Kirche mit der prächtigen reich verzierten Fassade ist das schönste Bauwerk der Stadt im Barockstil. Den Grundstein legte man schon 1592, die neue Fassade wurde im Jahr 1666 fertiggestellt.
Öffnungszeiten:
Di bis So von 10 – 17.30 Uhr

Daneben liegt die Bibliothek und das Stadtarchiv mit vielen historischen Dokumenten aus der Stadtgeschichte.

 

6   Forte de São Brás

Die Festung wurde 1552 zum Schutz der Inselbewohner vor den regelmäßigen Piratenangriffen unmittelbar neben dem damaligen Ankerplatz errichtet und im Laufe des 19. Jhdts mehrfach umgebaut. Die portugiesischen Marine betreibt dort ein Museum.