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Die kleinere Schwester Mallorcas ist nur 50 km lang und 16 km breit. Die im Mittelalter maurische Insel wurde nach einer Periode als Königreich Mallorca (1229 bis 1715) in der Neuzeit hin- und hergeworfen zwischen Briten, Franzosen, Katalanen und Spaniern und genießt heute mit den anderen Balearen einen Status relativer Autonomie.

 

1   Esglesia del carme

Das im klassizistischen Stil gestaltete Bauwerk ist das größte religiöse Gebäude Mahóns. Der Bau wurde 1750 zusammen mit dem Kloster und dem Kreuzgang des Karmeliterordens begonnen. Wenn man an einem heißen Tag in die kühle Atmosphäre der Kirche tritt und sich ruhend in eine Bank setzt, kann man für einen Moment abschalten - Hitze, Lärm und Hetze bleiben zurück.

2   Markthallen - Schuhe kaufen im Kreuzgang

Neben der Kirche liegt der Eingang zu einer großen Markthalle, in der fast alles angeboten wird. Gebaut wurde die Anlage als an die Kirche angegliedertes Karmeliterkloster. Seit 1884 wurde der ehemalige Kreuzgang als Markt verwendet und im späten 20sten Jhdt in ein modernes Einkaufszentrum umgebaut. Weitere Räumlichkeiten des ehemaligen Klosters werden zu kulturellen Zwecken verwendet.

Öffnungszeiten:  Mo bis Fr von 7 bis 21 Uhr / Fr bis 15 Uhr / Sa von 7 bis 18 Uhr

Und gleich nebenan ist der Fischmarkt  ( 3 ) in einem schönen Gebäude untergebracht. (täglich vormittags geöffnet)

 

4   Fortalesa de la Mola

Die Festungsanlage La Mola am Hafen von Maó ist berühmt für ihre unterirdischen Gangsysteme. Teile der Festung wurden lange Zeit als Gefängnis genutzt (während der Franco-Zeit berüchtigt und gefürchtet).
Die spanische Königin Isabell II. war es, die 1848 den Bauauftrag gab, um den Briten besser Widerstand leisten zu können. Die große Festung untersteht auch heute noch dem spanischen Verteidigungsministerium, kann aber in Teilen besichtigt werden (Zeitbedarf 2 - 4 Stunden).

Öffnungszeiten: Mai bis Okt  10 - (18) 20 Uhr / Nov bis Apr  10 - 14 Uhr.
Eintritt:  8 € Euro

 

5   Binibèquer Vell

Binibequer  ©  detlef-menzel_pixelio.de

10 km sind es bis zu dem malerischen Fischerdorf im Südosten der Insel, der mit seinen weiß getünchten Häuschen, engen Gassen und den vielen Manufakturen und Künstlern vor Ort besticht.

In der Hauptsaison wird es dann allerdings eng in den Gässchen und Winkeln.

Bus Linie 93  -  Fahrzeit 20 min

Fahrplan Mai bis Oktober
montags bis samstags
Abfahrt von Maó Estació: 9:00, 10:45, 14:30, 16:30, 19:45
Rückfahrt von Binibèquer Platja: 9:20, 11:05, 14:50, 16:50, 20:05
sonntags
Abfahrt von Maó Estació: 
10:45, 14:30, 16:30
Rückfahrt von Binibèquer Platja: 11:05, 14:50, 16:50

Die Mallorquiner sind freundliche Menschen, die sich lange schon auf Besucher eingestellt haben - und das nicht nur wegen der  langen Geschichte verschiedenster Invasionen und Besatzer, die ihre Spuren hinterlassen haben.
Die Schönheit ihrer Insel zieht Menschen an und lässt viele heimisch werden (die dann schon einmal nachdenken über ihr 17. Bundesland). Die Briten konterten 1993 prompt: "Wir kämpfen um jeden Liegestuhl."

Bild-Zeitung 1993

Also, wenn man den Weg mal nicht weiß, einfach fragen.  Dónde está ... ?

Vom Parc de la Mar hat man einen schönen Blick über den See hinweg auf die Kathedrale und die auf ihrer Linken liegende königliche Residenz Palau Real de l´Almudaina. Im Café oder Guinness House sitzt man gleich neben Mirós riesigem Keramikbild (3,50 m hoch und 12 m breit), das er kurz vor seinem Tod 1983 geschaffen hat, nachdem der Katalane aus Tarragona die letzten 30 Jahre seines Lebens auf Mallorca verbracht hatte.

 

1   Kathedrale La Seu

Der katalanische Ausdruck La Seu bedeutet "Bischhofssitz". Die Grundsteinlegung für die Kirche erfolgte 1230 und der Bau wurde ab 1306 etwa zur gleichen Zeit  wie die der Festung Castell de Bellver durchgeführt.
Sie sollte auch als Mausoleum für das mallorquinische Königshaus dienen; Jaume II. und III. sind hier begraben.
Zunächst wurde von der Hauptapsis her im gotischen Stil gebaut und später kamen mit dem Baufortschritt weitere Stile hinzu, wie es bei solchen großen Bauwerken, die über lange Zeiträume gebaut und gestaltet werden, üblicherweise zu beobachten ist. Zuletzt brachte sich auch Gaudí mit seinem Modernisme noch ein.

 

2   Palau Real de l´Almudaina

Neben der Kathedrale liegt der Palast, der dem König von Spanien als Residenz bei Besuchen auf den Balearen dient.  Er ist eine ehemalige Festung arabischen Ursprungs, in der die gotischen Umbauten aus dem 14. Jahrhundert noch gut erhalten sind.

Öffnungszeiten:  10 - 18 (20) Uhr
Eintritt:  7 €

Die Gärten sind seit 2017 für die Allgemeinheit geöffnet worden (wenn der König und seine Gäste oder Familie nicht anwesend sind).

 

3   Llotja de Palma - Seehandelsbörse

Das 1447 fertiggestellte Gebäude nahm die in Barcelona gegründete Seehandelsbörse auf. Sie ist ein Meisterwerk bürgerlicher, gotischer Architektur.

Öffnungszeiten:  10.30 – 13.30 / 17.30–23.00
Eintritt:  frei

 

4   Rathaus

Im Rathaus ist ein Blick in die Bibliothek zu empfehlen.

Öffnungszeiten:  8.30 - 14 Uhr

Die Altstadt von Palma stellt eine stilistische Mischung aus spanisch-katalanischen und arabischen Einflüssen dar. Bekannt ist sie für ihre engen Gassen, die vielen Treppen und ihre malerischen Innenhöfe.  Ihr Mittelpunkt ist der Plaça Major.

 

5   Plaça Major

Der einheitlich bebaute Platz hat seinen Ursprung schon im 15. Jhdt als Hauptmarkt der Stadt. Die heutige Bebauung wurde nach einem Großbrand am Ende des 18. Jhdts bis 1854 angelegt.
Die Wandverzierung mit mythologischen Gestalten an der Casa de la Panadería wurde bei der letzten Restaurierung 1992 angebracht, während die ursprünglichen Fresken verlorengegangen sind.

 

6   Mimbreria Vidal

Ein ganz spezielles Geschäft.  Seit den 30er Jahren des vorigen Jhdts bietet dieser Familienbetrieb alles, was mit Korb, Flachs oder Hanf, Palmenblättern oder Sisal zu tun hat.  Die Waren werden zum Teil noch heute in Handarbeit auf Mallorca gefertigt. Hunderte Körbe und Taschen hängen in dem total überfüllten Laden von der Decke.
Adresse:  Carrer Corderia 13

 

7   Sant Francesc

Die ab 1281 angelegte einschiffige Basilika hat heute eine barocke Fassade. das dazugehörende Kloster im gotischen Stil hat einen sehr schönen mittelalterlichen Kreuzgang, dessen nördliche Galerie aus dem 13. Jhdt der südlichen aus dem 15. Jhdt gegenübersteht, so dass die zeitliche Abfolge der Stile gut erkennbar ist.

Öffnungszeiten:  Mo bis Sa:  9.30 - 12.30 Uhr / 15.30 - 18 Uhr und So: 9.30 - 12 Uhr
Eintritt:  2 €

 

8   Castell de Bellver

Etwa 2 km nach Südwesten  erhebt sich 113 Höhenmeter über dem Hafen die 1309 fertiggestellte mittelalterliche Burganlage. Der Bau gilt in Europa wegen seiner kreisrunden Anlage als einmalig. Vier Türme überragen die Festung, wobei der größte (im Bild) außerhalb der Mauern liegt. Die Burg war für Mallorcas König Jakob II. Residenz und Schutzburg. Für die Familie seines Enkels Jakob III. wurde  die Burg zum Gefängnis, nachdem der König  in der Schlacht von Llucmajor gefallen war und Mallorca an Aragon fiel.

Im Erdgeschoss befindet sich seit 1936 das Museum zur Stadtgeschichte Palmas.

Öffnungszeiten:  Di bis Sa: 10 - 18 Uhr / So: 10 - 15 Uhr
Eintritt:  4 €  (sonntags frei)

 

1   Fischereimuseum

Die Fischerei ist in Palamos ein bedeutender Wirtschaftszweig, wie man im Fischereihafen gut beobachten kann.
Das Museu de la Pesca ist einzigartig im Mittelmeerraum. Mittlerweile ist es über die Grenzen Spaniens hinaus bekannt und wurde im Jahr 2005 zu einem der herausragenden Museen Europas mit einer besonderen Empfehlung gekürt.

Öffnungszeiten:  10 - 19 (21) Uhr  (Mittagspause)
Eintritt:  5 €

 

2   Strand

Soweit das Auge blickt, kann man am Strand entlang laufen. Ungefähr 4 km sind es vom Fischereimuseum bis zu den Felsen (Roca dels Musclos) am westlichen Ende der Bucht.

 

3   Castell de Sant Esteve

Zur anderen Seite sind es ebenso knapp 4 km bis zur ehemaligen Festungsanlage, die auf römischen Fundamenten erichtet worden war und zum Ausgangspunkt wurde für die Hafensiedlung Port Reial de Palamós. Reste des Castells sind aber nur wenige erhalten.
Die Stadt wurde dann ebenso befestigt  und durch die Zitadelle Sa Punta  abgesichert. Im neunjährigen Krieg und im spanischen Bürgerkrieg wurde sie aber wiederholt zerstört und so ist die kleine Stadt ist nie wieder zu einer ähnlichen Bedeutung gekommen wie zuvor als königlicher Hafen.
Die Universität von Girona hat begonnen, an der kleinen Ruine des Castells archäologischen Ausgrabungen vorzunehmen, die besonders dem römischen und iberischen Ursprung der Bebauung des Ortes gewidmet sind.

 

4   Santa Maria del Mar

Eine Kirche geht immer. Diese ist wie viele andere in Jahrhunderten zu ihrer heutigen Gestalt gewachsen. Die einschiffige Kirche zeigt Elemente aus unterschiedlichen Stilepochen.