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Blick von Bord über die kleine Stadt -  ©  Wilfried Giesers

 

Wer zum Nordkap will, landet hier in der 2500-Seelen-Gemeinde, die eine bedeutende Fischereisiedlung hoch im Norden ist. Neben dem Fischfang generiert im Wesentlichen der Tourismus wegen des nahegelegenen Nordkaps (40 km) das Einkommen der Bevölkerung.

1902 wurde die erste Straße hierher gebaut - bis zu diesem Zeitpunkt war Honningsvåg auschließlich mit dem Schiff oder zu Fuß erreichbar.

1944 wurde die Stadt von der deutschen Wehrmacht nach der Politik der verbrannten Erde zerstört, wobei nur die Kirche und die Grabkapelle (Leichenhalle) verschont blieben. Nach dem Krieg wurden Stadt und Hafen zügig wieder aufgebaut.

 

1   Servicestationen

©  Wilfried Giesers

Der erste Weg um den Hafen herum führt zu den in den Hafen hineingebauten alten Servicestationen für die Fischerei.
Die drei weißen Holzbauten sind in den 1950er Jahren entstanden und bieten Arbeits- und auch Übernachtungsmöglichkeiten für Fischer sowie entsprechende soziale Einrichtungen.
Geht man den Weg weiter, kommt man auf die Hafenmole, von der sich ein guter Blick auf den Ort ergibt.

2   Kirche

Schon 1589 gab es in den kleinen Fischerdörfern auf der Insel Magerøya sechs Kirchen, die mit ihren Orten nach und nach aufgegeben wurde. Nachdem auch die letzte durch einen Orkan zerstört worden war, wurde die neue Kirche in Honningsvåg gebaut und 1885 eingeweiht.
Die ersten Rückkehrer nach dem Krieg in die zerstörte Stadt wohnten in der Kirche, die als Übernachtungsort, Lager und Küche diente.

3   Storgata

Über die Einkaufsstraße, die an der Zweckmäßigkeit orientiert ist und kaum Charme hat, geht der Weg zurück bis zum Nordkapmuseum.

4   Nordkapmuseum

Das eigentliche Highlight der Stadt ist dieses Museum. Es widmet sich der Kultur, der Fischerei und dem Walfang in der Finnmark. Darüber hinaus wird die Geschichte des Tourismus zum Nordkap behandelt und auch das traurige Kapitel der Zerstörung der Stadt wird nicht ausgespart.
Das Museum war im Sommer 2017 geschlossen und wird nach ungesicherten Informationen noch 2017 in der Nähe wiedereröffnet.
Inzwischen ist das Museum direkt am Kreuzfahrtkai (Holmen 1) wieder zu erreichen.

Öffnungszeiten:
Okt - Mrz / Mo - Fr 11.00 - 15.00 Uhr
Apr - Mai / Mo - Fr 11.00 - 16.00 Uhr
Juni - Aug / Mo - So 10.00 - 18.00 Uhr

Eintritt: 50 NOK

Die Aspøy-Schule (rechts) wurde 1922 auf einem Hügel der Innenstadt gebaut.

 

Kaufleute aus Bergen hatten im 15. Jhdt die Niederlassung gegründet, um ihren Handel von hier aus weiter in den Norden auszudehnen.
Bei einem großen Brand wurde 1904 fast die gesamte in Holzbauweise errichtete Innenstadt ausgelöscht. Das führte dann zum einheitlichen Wiederaufbau im zu der Zeit vorherrschenden Jugendstil. Deutschland hat unter Kaiser Wilhelm II., der ein großer Norwegenliebhaber war, viel Hilfe dazu beigesteuert.

 

1   Durchs Zentrum schlendern

Das Jugendstil-Center

 

Das Stadtbild ist insgesamt sehenswert und lädt zu einem längeren Spaziergang ein, bei dem man Eindrücke zur nordischen Variante des Jugendstils gewinnt mit seiner oft geraden und klaren Linienführung und dann auch wieder verspielten Formensprache mit den typischen Ecktürmchen und ornamentalen Malereien und Stuckarbeiten.
Wer die Eindrücke noch vervollständigen möchte, findet im Jugendstilsenteret   ( 2 ) ein enstsprechendes Angebot wie Einrichtungsgegenstände, Möbel, Schmuck, Accesoirs sowie Glas und Keramik ua.

Öffnungszeiten:  11 - 16 Uhr  (Mo geschlossen)
Eintritt:  8,75 € (90 NOK)

 

3   Kirche

In der Stadtmitte liegt die Ålesund Kirche von 1909, deren wunderschöne Glasmalereien und Dekorationen sehenswert sind. Die Glasmalereien im Giebel hinter der Orgel waren ein Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II. zur Einweihung. Das preußische Wappen im Fenster erinnert auch an die Hilfe durch Deutschland beim Wiederaufbau der Stadt.

 

Fiskerimuseet

Das große weiße Holzgebäude direkt am Wasser des Sunds ist gut zu erkennen als ehemaliges Speicherhaus aus dem Jahr 1861, das bei dem großen Feuer verschont geblieben war. Das heute hier beheimatete Fischereimuseum gibt einen spannenden Einblick in die Historie des Fischerortes und hat den Schwerpunkt seiner Ausstellung auf den Export sowie die Fertigung von Klippfisch und Tran gelegt.

Öffnungszeiten:  9 - 16 Uhr  (Sa/So 12 - 16 Uhr)
Eintritt:  60 (50) NOK

 

Daten-update 2021

Holzbauten am Hafen - das rote ist das Polarmuseum -  ©  W. Giesers

 

1   Tromsø Domkirke

Sie ist die einzige aus Holz erbaute Kathedrale (von 1861) - umgeben von der Restfläche des mittelalterlichen Friedhofes (ohne besondere Grabsteine). Ältestes Ausstattungsstück ist eine Madonna, vermutlich aus dem 15. Jhdt. und wahrscheinlich aus einem Vorgängerbau.

2   Polarmuseum

Tromsøs Geschichte, die Wal- und Robbenjagd, die Geschichte der Polarexpeditionen  von Ammundsen und Nansen - es gibt auf drei Etagen viel zu sehen (siehe Bild oben).

Öffnungszeiten:  (9) 11 - 17 (18) Uhr
Eintritt:  20 NOK

3   Skansen

©  W. Giesers

Die kleine Festungsanlage ist das Einzige, was in Tromsø aus dem Mittelalter noch erhalten ist. Auf einem nicht hohen Hügel liegt das Gebäudeensemble mit dem umgebenden Wall, auf dem sogar eine Kanone ihren Platz gefunden hat.

4   Alte Werft

©  W. Giesers

Sehr stimmungsvoll ist die alte Werft unterhalb von Skansen, auf der tatsächlich noch Arbeiter aktiv sind. Kaum vorstellbar, dass das rostige Gewirr von Eisenteilen, Anlagen und aufgedockten Schiffen noch produktiv ist.
Schön anzusehen ist es auf jeden Fall.

5   Eismeerkathedrale
Wer mag, der kann über die weit geschwungene Brücke zu der in moderner Architektur in den 1960er Jahren errichteten Eismeerkathedrale spazieren, wenn auch der Weg im rauschenden Verkehr nicht wirklich schön ist (1,4 km).
Der an ein Zelt erinnernde Bau gilt heute als Wahrzeichen Tromsøs. Andere interpretieren die gestaffelte Dachkonstruktion als Eiszacken, einem Thema, das auch vom Polaria auf der anderen Seite des Sunds neu aufgenommen wurde. Im Inneren bieten die großen bunten Fenster und die Orgel einen schönen Anblick, für den der hohe Eintrittspreis aber nicht angemessen ist.
Öffnungszeiten:  9 (15) – (18) 19 Uhr
Eintritt:  50 NOK  (5,30 €)